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Brennbare Flüssigkeit vergossen

Familienstreit: 39-Jähriger durch Brandverletzung schwer verletzt

Neubeckum

Ein Familienstreit in Neubeckum ist am Ostermontag derart eskaliert, dass ein 39-Jähriger durch einen Brand schwer verletzt wurde. Die Mordkommission der Polizei Münster ermittelt.

Der Täter, ein 48-jähriges Familienmitglied, war laut Polizei alkoholisiert. Foto: Carsten Rehder/dpa

Den bisherigen Ermittlungen zufolge, soll am späten Montagabend  (18.4., 23:11 Uhr) ein 48-jähriges Familienmitglied an dem Einfamilienhaus der Eltern erschienen sein. Dort soll der Beschuldigte eine brennbare Flüssigkeit auf die Hauseingangstür gegossen haben. Diese Flüssigkeit habe dabei auch den in der Tür stehenden 39-jährigen Bruder getroffen. Als der 48-Jährige die Flüssigkeit dann angezündet haben soll, sei die Tür in Brand geraten und auch der Bruder wurde von dem Feuer erfasst. Der alkoholisierte Tatverdächtige sei anschließend von dem Tatort geflüchtet.

Der Mann konnte kurze Zeit später an seiner Wohnanschrift festgenommen werden. „Nach ersten Ermittlungen sind die Gründe der Tat in familiären Streitigkeiten zu finden“, erläutert der Leiter der Mordkommission, Kriminaloberkommissar Tan. „Der Geschädigte erlitt schwere Brandverletzungen, die nach ersten Erkenntnissen nicht lebensgefährlich sind. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.“ Der Vater wurde mit dem Verdacht der Rauchgasintoxikation ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht, die Mutter erlitt leichte Brandverletzungen.

Beschuldigter schweigt bisher

Der 48-jährige Beschuldigte befindet sich seit Dienstag in Untersuchungshaft. „Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen soll dem Beschuldigten bewusst gewesen sein, dass sich zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Tat seine Eltern, sein Bruder und seine zweijährige Tochter in dem Haus aufhalten“, erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Er wird beschuldigt, das Haus seiner Eltern mit der Absicht die anwesenden Personen töten zu wollen, angezündet zu haben.“

Ein Richter folgte am Dienstag dem Antrag der Staatsanwaltschaft Münster und erließ noch am Nachmittag Haftbefehl wegen versuchten Mordes, besonders schwerer Brandstiftung mit versuchter Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung. Der 48-Jährige hat sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.

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