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Integration von Menschen mit Behinderungen

Gemeinsam für weniger Einschränkungen

Kreis Warendorf.

Menschen mit Behinderung trotz diverser Einschränkungen verstärkt in den ersten Arbeitsmarkt bringen. Dieses Ziel verfolgen Frank Tischner und Karsten Koch.

Menschen mit Behinderung trotz diverser Einschränkungen verstärkt in den ersten Arbeitsmarkt bringen. Dieses Ziel verfolgen Frank Tischner und Karsten Koch.

Karsten Koch, Fraktionsvorsitzender der SPD in der LWL-Landschaftsversammlung, und Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf, trafen sich in Beckum zum Ideenaustausch, um Menschen mit Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf zu integrieren.

Direkt an der Baustelle für das neue BildungsCenter in Beckum, überzeugte sich Karsten Koch, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), bei seinem Besuch vom Fortschritt der dortigen Baumaßnahmen. Drumherum sieht es noch nach Baustelle aus, doch in den neu entstandenen Werkstätten wird bereits fleißig gehandwerkt.

Gemeinsam etwas Neues entstehen lassen, das möchten auch Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf (KH) und Karsten Koch, die sich über gemeinsame Ideen und mögliche Projekte der Zusammenarbeit im Kreis Warendorf austauschten.

Bürokratie für Unternehmen abbauen

„Wie schaffen wir es, Bürokratie für die Unternehmen bei der Integration von Menschen mit Behinderungen im Kreis Warendorf abzubauen? Wie ermöglichen wir Menschen mit Einschränkungen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt? Mit welchen praktikablen Lösungsansätzen bauen wir Brücken zu den Handwerksunternehmen? – diese und weitere Fragen diskutierten Koch und Tischner intensiv.

Kein automatischer Weg in die Werkstatt

„Nicht erst mit dem hohen Fachkräftebedarf ist es geboten, Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Warum nicht über ein bürokratieärmeres System nachdenken, diese Menschen im ersten Arbeitsmarkt einzusetzen und nicht automatisch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung“, erklärt Koch. Hauptgeschäftsführer Tischner ergänzte diesen Punkt dahingehend, dass das Handwerk schon immer seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht geworden sei. Zudem stehe das Handwerk wie kein Zweiter Modell für soziale Marktwirtschaft.

Modell für soziale Marktwirtschaft

Mit Blick auf die konjunkturelle Lage der Wirtschaft waren sich beide einig, dass hier noch vieles unklar sei. „Für das Jahr 2023 kann man momentan keine seriöse Prognose geben. Es bestehen einfach zu viele Unwägbarkeiten und Risiken. Unklar bleibt vor allem, wie sich die geopolitische Lage und der Ukraine-Krieg als Hauptursache der derzeit extrem angespannten wirtschaftlichen Lage entwickeln werden und wie die Betriebe im Kreis Warendorf diese Krise lokal bewältigen können“, betont Tischner.

Ein gelungener Austausch mit konkreten Ideen, die nun gemeinsam auf beiden Seiten für den Kreis Warendorf vorangetrieben werden. Beim nächsten Treffen, so Tischner, werde man hoffentlich einen Schritt weiter sein und mit Sicherheit werde das nächste Foto dann nicht mehr vor einer Baustelle gemacht, denn in den nächsten Wochen wird die Modernisierung abgeschlossen sein.

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