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In zwölf von 13 Kommunen im Kreis haben die Tiefbauarbeiten begonnen

Glasfaserausbau auf gutem Weg

Kreis Warendorf.

Die Anbindung an das schnelle Internet ist gerade im oft unterversorgten ländlichen Raum sowohl für Familien als auch für Schulen und Firmen ein wesentlicher Standortfaktor. Arbeitsplätze und Wohlstand hängen davon ab, ob der Anschluss an die „Datenautobahn“ gelingt. Gerade auch während der Pandemie zeigt sich, wie wertvoll es ist, dass auch im Kreis Warendorf in Außenbezirken Glasfaserkabel gelegt werden. Wie ist der Stand der Dinge?

Von Peter Sauer

Im Kreis Warendorf werden 7200 Kilometer Glasfaser-Kabel verlegt, damit es ab Ende 2023 überall schnelles Internet gibt. Foto: Klaus Meyer

Ob Homeoffice wegen der Pandemie, private Buchhaltung oder Netflix schauen: Ohne schnelles Internet läuft nichts, weil das Internet immer mehr Inhalte in immer besserer Form bereithält. Voraussetzung sind adäquate Leitungen, wie der Ausbau des Breitbandnetzes. Seit Mai 2020 läuft auch im Kreis das Bundesprogramm, das mittels Glasfaser für schnelles Internet in den Außenbereichen sorgen soll. Wie ist die Situation Anfang 2022 im Kreis?

Tiefbaustart in zwölf von 13 Kommunen des Kreises

„Der Ausbau des Glasfasernetzes im Kreis Warendorf schreitet planmäßig voran. In zwölf von 13 Kommunen haben die Tiefbauarbeiten begonnen“, teilt Felix Höltmann, Pressesprecher des Kreises, auf Nachfrage mit.

In Everswinkel rollen die Bagger im Frühjahr (zweites Quartal) an. In Ostbevern sind die Arbeiten bereits abgeschlossen und die Aktivierung der Anschlüsse ist weitgehend – bis auf wenige Restanschlüsse – erfolgt. Das bedeutet, dass die Bürger dort schon seit einigen Wochen das Hochgeschwindigkeitsinternet nutzen können.

Auch in Wadersloh steht die Aktivierung der Anschlüsse in Kürze an. In den Projektgebieten Nord und Süd sind jeweils rund 40 Prozent der Tiefbauarbeiten (insgesamt rund 1000 Kilometer) abgeschlossen. Insgesamt befindet sich der Ausbau im Zeitplan.

Temporärer Baustopp in Beelen

In Beelen gab es im vergangenen Jahr einen vorübergehenden Baustopp, weil die Trassenplanung an den Kreisstraßen zum Teil angepasst werden musste. „In dieser Zeit wurden die Mitarbeiter der Tiefbauunternehmen produktiv in Sassenberg und Warendorf eingesetzt“, sagt Felix Höltmann, „sodass der Gesamtausbau weiterhin im Zeitplan erfolgt.“

Im Herbst kritisierte Dr. Alexander Berger, Sprecher der Bürgermeister im Kreis, dass zum Beispiel die Glasfaserkabel nicht tief genug verlegt worden seien, etwa in Wadersloh. Offenbar gab es Probleme wegen fehlender Fachkräfte bei den Subunternehmen, erklärte seinerzeit Cornelius Rahn, Pressesprecher der „Deutschen Glasfaser“. Die Städte Oelde und Warendorf ließen sogar durch eigene Ingenieurbüros prüfen, ob die Kabel tief genug liegen.

Nachbesserungen erfolgt

Dass es bei Tiefbauarbeiten auf insgesamt 2 577 Kilometern im Kreis auch einmal hakt, liege laut Kreispressesprecher Höltmann in der Natur eines solchen Großprojektes. „Einzelne Nachbesserungen sind in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit den Kommunen erfolgt und haben die Gesamtbauzeit nicht verändert. Insofern sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Bis zum Jahresende 2023 sollen das Projekt abgeschlossen und 7200 Kilometer Glasfaser-Kabel verlegt sein. „Dann werden entsprechend der Förderkriterien unterversorgte Haushalte und Unternehmen im Außenbereich sowie die Schulen schnelles Internet mit Glasfaserinfrastruktur haben“, verspricht Felix Höltmann.

Allein in Sendenhorst werden zum Beispiel seit Anfang September 600 Haushalte, 125 Gewerbebetriebe und zwei Schulen auf 160 Kilometern an das Glasfasernetz angeschlossen. Rund 13000 Haushalte sollen kreisweit angeschlossen werden.

Mit einem Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro gehört das Förderprogramm im Kreis zu den größten in Deutschland.

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