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Konzert von Lo Medico und Tanaka

Grandiose Stimmen begeistern Zuhörer

Alverskirchen

Wenn Sebastiano Lo Medico „O sole mio“ singt, dann scheint die Sonne von innen. Gemeinsam mit Ehefrau Makiko Tanaka stand er jetzt in Alverskirchen auf der Bühnen. Sonne überall!

Von Marion Bulla

Man erkennt sie sofort: Die große Liebe zwischen Tenor Sebastiano Lo Medico und seiner Gattin Makiko Tanaka. Foto: Marion Bulla

Ihr habt das beste Wetter aller Zeiten mitgebracht“, freut Thomas Deipenbrock sich am Samstagabend. Bei sommerlichen Temperaturen kann der Mitorganisator der Kulturwiesen gemeinsam mit Gastgeber Henrik Schulze Wettendorf rund 400 Musikfreunde auf dem Hof Schulze Wettendorf begrüßen. Sie alle freuen sich auf die wunderbaren Melodien aus Oper und Operette, die Tenor Sebastiano Lo Medico gemeinsam mit seiner japanischen Gattin Sopranistin Makiko Tanaka an diesem Abend im Gepäck hat.

Harmonisch: Sopranistin Makiko Tanaka (v.l.), Cellistin Yujing Li, Geigerin Roulin Sun, Tenor Sebastiano Lo Medico sowie Pianistin Tomoka Ohki sorgten für einen wahren Hörgenuss Foto: Marion Bulla

Und sie werden nicht enttäuscht. Tosender Applaus ertönt, als der Tenor im schwarzen Frack, weißem Hemd und weißer Fliege die Bühne betritt. „Buona sera“, ruft er in Richtung Publikum und fügt an, er habe nicht mit so viel Leuten gerechnet. Darüber freue er sich sehr.

„Das ist so schön in diesen Zeiten“, zeigt er sich dankbar, dass sie nach so langer Abstinenz wieder auf einer Bühne stehen dürfen. Dann erzählt der Tenor mit der kraftvollen Stimme, dass er mit Makiko vor zehn Jahren seine große Liebe gefunden habe. „Seither sind wir nur zusammen auf der Bühne. Ich bin stolz, sie nun präsentieren zu können“, sagt er und Makiko Tanaka erscheint in einem hinreißend roten Kleid.

„Heute sind auch Klavier, Cello und Geige dabei. Das gibt mehr Klang, fast wie ein Orchester“, erklärt der Sänger dann und bittet Cellistin Yujing Li auf die Bühne. „Sie ist fantastisch“, schwärmt er. Auch für Geigerin RoulinSun und Pianistin Tomoka Ohki hat Sebastiano Lo Medico nur lobende Worte. „Jetzt kommt ein Intro aus der Carmen-Suite, eine Arie zum Träumen“, erklärt der Tenor. Viele Zuhörer wiegen sich im Rhythmus und manche summen mit. Neben der Musik ist auch die Optik eine ganz Besondere an diesem Abend, denn Makiko wechselt mehrfach ihre Kleider. Ganz in weiß als Grande Dame erscheint die Sopranistin etwa bei

Makiko Tanaka präsentierte sich in verschiedenen Outfits. Foto: Marion Bulla

„Meine Lippen, sie küssen so heiß“ von Franz Léhar (1870-1948). Geradezu orientalisch mutet sie kurze Zeit später im roten Samtanzug mit goldenen Muster auf der Brust an, als sie mit kraftvoller Stimme „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“, ein Stück aus der Feder von Robert Stolz (1880 -1975), zu Gehör bringt.

Das Beste aus Oper und Operette

Es folgt ein gelungener Mix aus Oper und Operette. Da darf auch Madame Butterfly, komponiert von Giacomo Puccini (1858-1924) nicht fehlen. „Eine so schöne Geschichte aber auch eine sehr traurige“, erzählt der italienische Tenor, der seit 19 Jahren in Deutschland lebt. „Jetzt müssen Sie alle mitsingen“, fordert der temperamentvolle Sizilianer sein Publikum schließlich bei „Ein Lied geht um die Welt“ von Hans May (1886-1958) auf. Die meisten lassen sich nicht zwei Mal bitten und schmettern zumindest den Refrain lauthals mit.

In der Pause gibt es für die Gäste Gelegenheit sich an den Ständen mit kulinarischen Köstlichkeiten und Getränken zu versorgen. Danach geht es mit italienischen Liedern wie „O Sole mio“, „Marina Marina“, „Ti amo“ und „Volare oh oh“ in die Heimat des Tenors Sebastiano Lo Medico. Er animiert alle zu klatschen und fordert gestenreich, wie es sich schließlich für einen Südländer gehört, erneut zum Mitsingen auf. Gut gelaunt machen die meisten mit. Sie sind begeistert von der tollen Stimmung und von solch einer musikalischen Vielfalt. Sei es von den Instrumentalistinnen oder den Stimmen – diese Musik auf dem Hof Schulze Wettendorf zu hören, ist schon etwas ganz Besonderes für alle Anwesenden.

Auch Gäste aus Dortmund sind begeistert

Am Ende des Konzertes gibt es stehende Ovationen. Natürlich lassen die Besucher die Sänger und Musiker am Ende nicht ohne Zugaben von der Bühne. Die werden ihnen nur allzu gern gewährt. „Schön, schön, so schön. Wir haben die beiden schon öfter gesehen. Die Klavierspielerin ist Weltklasse“, sind die Musikfreunde Lidia und Axel Schneider am Ende völlig fasziniert. Beide waren für diesen Hörgenuss extra aus Dortmund angereist.

Lidia und Axel Schneider haben den Abend genossen. Das Paar kam extra aus Dortmund. Foto: Marion Bulla
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