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Neue Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst

112 mit reichlich Hightech

Kreis Warendorf

6,3 Millionen Euro kostete der Bau der neuen Leitstelle. Eine Investition in die Sicherheit der Bürger.

Beate Kopmann

Lagedienstführer Lars Recker erläutert die technischen Neuerungen in der Leitstelle. Das Foto zeigt (v. l.) Ordnungsdezernentin Petra Schreier, und Landrat Dr. Olaf Gericke. Foto: Beate Kopmann Foto:

Zwei Jahre ist sie schon im Bau – und in zwei Wochen soll die neue Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst nun ihren Betrieb aufnehmen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 6,3 Millionen Euro. Das Geld ist gut angelegt – davon konnte sich die Spitze der Kreisverwaltung am Donnerstag überzeugen.

Die alte Leitstelle war erst 1993 gebaut worden. „Damals waren wir hier zwölf Mitarbeiter“, erinnert sich Jens Holtkötter, Chef der Leitstelle. Inzwischen sind es 34 Kollegen, die in der Leitstelle ihren Dienst versehen.

„Die neue Leitstelle ist das Herzstück der Gefahrenabwehr im Kreis Warendorf“, hob Landrat Dr. Olaf Gericke hervor. Täglich gehen zwischen 150 bis 200 Anrufe über die 112 in der Leitstelle, die an das Kreishaus in Warendorf angedockt ist, ein. In Spitzenzeiten – etwa beim jüngsten Unwetter in Wadersloh – sind es aber auch schon mal 800 Anrufe am Tag. Bislang gab es sechs sogenannte Disponentenplätze, wo diese Anrufe entgegengenommen wurden. Bald werden es zehn Plätze sein – schließlich ist die Zahl der Rettungseinsätze von Jahr zu Jahr gestiegen.

Dr. Olaf Gericke

Eine runde Million Euro wurde allein in die technische Ausstattung investiert. Unter anderem ermöglicht die Technik auch eine sehr konkrete Hilfestellung für Ersthelfer am Unfallort – beispielsweise durch konkrete Anweisungen bei der Durchführung einer Herz-Druck-Massage. „Im Obergeschoss der neuen Leitstelle gibt es einen Raum für den Stab der Einsatzleitung der Feuerwehren, der bei besonderen Lagen gebildet wird“, erläutert Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann. Um im Notfall auch bei Stromausfällen autark zu sein, sei die Leitstelle an eine autarke Notstromversorgung angeschlossen. Angeschlossen an die Leitstelle ist ferner eine Fahrzeughalle, in der ein Notarztwagen sowie ein Reservefahrzeug Platz haben. Im Erdgeschoss befinden sich sechs Ruheräume.

Wenn die Leitstelle vollständig umgezogen ist, werden im alten Gebäudeteil weitere Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Aufenthaltsraum Küche und Büros entstehen.

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