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Land stellt 7000 zusätzliche Dosen von Astrazeneca zur Verfügung

25 Hausarztpraxen impfen mit

Kreis Warendorf

Wirklich rund lief‘s nicht beim Impfen mit dem Sonderkontingent von Astrazeneca. Aber immerhin: Alle Impftermine für über 60-Jährige wurden vergeben. Jetzt steigen die Hausärzte in die Impfung von chronisch Kranken ein. Bislang ist die Resonanz zurückhaltend.

Beate Kopmann

25 Hausärzte im Kreis Warendorf haben sich beim Kreis Warendorf gemeldet, weil sie chronisch kranke Patienten in ihren Praxen gegen Corona impfen wollen. Foto: dpa

Die Termine im Impfzentrum waren schnell vergeben. 7000 zusätzliche Dosen mit dem Impfstoff von Astrazeneca hatte der Kreis Warendorf vom Land erhalten. 2200 dieser Dosen gingen an das Impfzentrum in Ennigerloh, 4800 an Hausarztpraxen im Kreis. Die Impf-Einheiten stammten aus dem Sonderkontingent für über 60-Jährige.

Werner Schniedermann

Doch nicht jeder, der bei dieser Sonderaktion einen Termin im Impfzentrum machen wollte, bekam auch einen. Das liegt zum einen daran, dass der Kreis an dem relativ kleinen Standort in Ennigerloh nicht unbegrenzt Impfstraßen draufsatteln konnte. Zum anderen gab es beim Versand der Registrierungsmails Probleme mit einzelnen E-Mail-Providern, wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KV) informiert. Diese Erfahrung machte auch Werner Schniedermann aus Everswinkel. „Nach 19 Stunden habe ich nachts um 3 Uhr 30 eine Bestätigung meiner Registrierung bekommen. Damit wäre theoretisch eine Anmeldung möglich gewesen. Natürlich waren dann alle Termine weg. Offensichtlich war auch T-online überlastet.“ Denn Bekannte hätten die gleichen Probleme bei der Anmeldung gehabt. Deren Kinder hätten aber über einen anderen Server Termine aus Hamburg und Dortmund reservieren können, sogar in anderen Kreisen.

Impfwillige wichen auf andere Kreise oder Städte aus

Eine Zahl, wie viele Impfwillige in andere Kreise oder Städte ausgewichen sind, konnte die KV auf Nachfrage nicht nennen. Eine Sprecherin bestätigte aber, dass es möglich war, auf andere Impfzentren auszuweichen.

Abgesehen vom Sonderkontingent beginnen die Hausarztpraxen jetzt auch mit der Impfung von chronisch Kranken, die den Impfstoff von Biontech erhalten. Hausärzte, die sich an dieser Aktion beteiligen wollten, wurden von der KV aufgefordert, sich beim Kreis Warendorf registrieren zu lassen. „Bislang haben sich 25 Praxen bei uns gemeldet“, sagt Kreissprecher Felix Höltmann. Nur zehn dieser Hausärzte stimmten auch einer Veröffentlichung dieses Angebotes auf der Homepage des Kreises zu.

Eine große Resonanz erfährt die Reserveliste für Astrazeneca. Bislang sind 1364 Emails eingegangen. Einige Impfwillige konnten bereits am Samstagabend alarmiert werden. „Die Chance, auf diesem Weg eine Impfung zu erhalten, bleibt jedoch vergleichsweise gering“, so Barbara Weil, Leiterin des Impfzentrums in Ennigerloh.

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