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Behandlungszentrum in Containern eröffnet in Warendorf

Anlaufstelle im Corona-Verdachtsfall

Kreis Warendorf

Wer sollte zu Hause bleiben, wer muss sogar in klinische Behandlung? Diese Frage soll ab sofort in einem neuen Behandlungszentrum neben dem Josephs-Hospital in Warendorf beantwortet werden. Die Kassenärztliche Vereinigung und der Kreis haben dort in Containern eine Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle geschaffen.

wn

Sahen sich das neue Corona-Behandlungszentrum am Josephs-Hospital Warendorf an: (v.l.) Landrat Dr. Olaf Foto: Kreis Warendorf

Das Ziel ist eine hochwertige medizinische Versorgung und die Unterbrechung von Infektionsketten: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) hat am Donnerstag in Warendorf ein neues Coronavirus-Behandlungszentrum (CBZ) zur ambulanten Untersuchung und Behandlung von Coronavirus-Verdachtsfällen sowie Patienten mit respiratorischer Symptomatik (Atemwegsbeschwerden) eröffnet.

Symptomatische Patienten sollen außerhalb der Praxen versorgt werden können

In dem Zentrum, das sich unmittelbar neben dem Josephs-Hospital befindet, soll die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt und entschieden werden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso sollen sie dort notwendige Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit (AU) erhalten. Symptomatische Patienten können auf diese Weise außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärzte versorgt werden.

Kreis Warendorf stellt Container und Büroausstattung zur Verfügung

Der Kreis Warendorf hat dafür Raum-Container sowie die IT- und Büroausstattung zur Verfügung gestellt.

„Mit dem neuen Behandlungszentrum in Warendorf verbessern wir die ambulante Versorgung der Coronavirus-Verdachtsfälle in der Region. Zudem schützen wir so auch andere Patienten sowie Ärzte und Praxispersonal“, erklärt Dr. Hendrik Oen, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Münster. „Der Kreis Warendorf hat uns bei der Errichtung des neuen Behandlungszentrums tatkräftig unterstützt – an dieser Stelle ein großes Dankeschön für die gute und kollegiale Zusammenarbeit!“, so Dr. Oen.

Landrat Dr. Olaf Gericke besuchte die Einrichtung zum Start zusammen mit Dr. Wolfgang Hückelheim, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. „Bei der großen Herausforderung im Kampf gegen das Coronavirus ist dieses neue Zentrum eine wichtige Ergänzung. Allen, die daran mitwirken, gilt mein herzlicher Dank: der Kassenärztlichen Vereinigung, den beteiligten Ärzten und dem weiteren Personal sowie dem Josephs-Hospital, das nicht gezögert hat, den Platz dafür zur Verfügung zu stellen“, sagte Gericke.

Kinder- und Jugendliche werden weiterhin vor Ort versorgt

Die neuen Behandlungsstrukturen richten sich ausschließlich an Patienten, die Symptome einer Coronavirus-Infektion oder einer Atemwegserkrankung aufweisen. Kinder und Jugendliche werden bei fieberhaften Erkrankungen, auch der Atemwege, weiterhin in ihren Kinder- und Jugendarztpraxen versorgt. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten können sich Eltern mit ihren Kindern an die kinderärztliche Notfalldienstpraxis der KVWL am St. Franziskus-Hospital in Ahlen (Robert-Koch-Str. 55, 59227 Ahlen) wenden.

Vorherige telefonische Absprache erforderlich

Patienten, die das Behandlungszentrum aufsuchen möchten, müssen sich vorab unter der Telefonnummer 0251/92 91 91 9 melden. Weitere Informationen zu den KVWL-Behandlungszentren gibt es unter www.kvwl.de/coronavirus.

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