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Bundesweite Standortsuche

Atommüll-Endlager im Kreis möglich

Kreis Warendorf

Teile des Kreises Warendorf kommen als Endlager für Atommüll in Frage.

Beate Kopmann

Foto: dpa

Der Bund will bis zum Jahr 2031 einen Standort für die Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle festlegen. Dort soll der Atommüll für eine Million Jahre am sichersten aufbewahrt werden. Ein solches Lager könnte auch im Kreis Warendorf entstehen. Um wissenschaftlich zu ermitteln, welcher Standort besonders geeignet ist, wurde auf geologische Daten aus ganz Deutschland zurückgegriffen.

André Hackelbusch, Leiter des Amtes für Umweltschutz beim Kreis Warendorf, machte im Fachausschuss deutlich, dass Teile des Kreises Warendorf die geologischen Voraussetzungen für ein solches Endlager erfüllen würden. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor. Denn der hiesige Untergrund enthält Tongestein oder Schichten aus Steinsalz.

Besonders geeignet sollen Gebiete im Raum der Kommunen Sassenberg, Warendorf, Beelen und Oelde sein. Das dort nachgewiesene Gestein ist eine spezielle Form von Kalkstein – landläufig „Kreide“ genannt und wäre für ein solches Vorhaben geologisch besonders geeignet.

Aber auch in Ahlen, Beckum, Wadersloh und Drensteinfurt könnte ein atomares Endlager entstehen. In diesen Kommunen käme allerdings nur ein Teil der Flächen als Standort in Frage.

Nicht nur der Kreis Warendorf, auch andere Teile des Münsterlandes, sind einer von 90 denkbaren Standorten in Deutschland für ein Atommüll-Endlager. Das gesamte Gebiet zwischen Rheine und Hamm sowie zwischen niederländischer Grenze und Gütersloh bietet günstige geologische Voraussetzungen für ein solches Lager. Wenn der Standort bis 2031 gefunden ist, sollen dort ab 2050 Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden.

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