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Biotonnen-Aktion der AWG

Auf der Suche nach Störstoffen

Kreis Warendorf

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft unterstützt seit Jahren die Kommunen bei ihren Bemühungen, Störstoffe aus den Biotonnen herauszuhalten. Das System wird jetzt auf neue Füße gestellt.

Von Marion Bulla

Wünschen sich weniger verunreinigten Bioabfall: Vivian Dürksen (Abfallberaterin Sassenberg), Andre Leson (Oelde), Rebecca Thurow (Projektleiterin), Silke Stöppel (Beckum). (Betriebsleiter Kompostwerk), Franz Krumtünger (Logistik AWG) und Alicia Rahe (AWG)  

Aufgrund der neuen, strengeren Bioabfallverordnung stellen die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises (AWG) und das Kompostwerk Warendorf die Biotonnen-Aktion um. Dabei geht es darum, die Bürger und Bürgerinnen dahingehend zu sensibilisieren, weniger Störmaterialien in die Biotonne zu werfen. Zum Auftakt werden in drei Kommunen, nämlich Oelde, Beckum und Sassenberg, dauerhafte, aber unregelmäßige Stichproben durchgeführt. Das heißt: Mitarbeiter der AWG schauen direkt in die Tonne auf der Suche nach Dingen, die da nicht hineingehören.

Vor allem Plastik ist ein großes Thema. Besonders die so genannten kompostierbaren Plastiktüten, die in der Werbung als ökologisch besonders wertvolle Alternative angepriesen werden, finden sich immer wieder im Bioabfall. „Die meisten wissen nicht, dass, die da nicht reingehören. Sie glauben aber, das Richtige zu tun“, weist Georg Hellenkamp auf ein großes Problem der AWG hin.

Aus dem Inhalt der Biotonne stellen die Kompostwerke wertvolle und gütegesicherte Komposte her. „Niemand will Kunststofffetzen auf seinem Feld oder Plastik im Gemüsebeet haben“, bemerkt der Betriebsleiter Kompostwerk Warendorf.

Leider Realität: Georg Hellenkamp zeigt auf einen Berg von Abfall, der nichts in der Biotonne zu suchen Foto:

Aber nicht nur durch Plastik wird der Bioabfall verunreinigt. Auch Konserven, Windeln, Batterien, Kleintierstreu und Tierfäkalien sowie Zigarettenkippen, Kaffeekapseln, Holzasche, Binden, Haare, Federn, Leder, Wolle, Knochen, Blumentöpfe und Glas gefährden die Produktion von Biokompost.

Verunreinigte Bioabfallanlieferungen verursachen hohe Sortier- und Entsorgungskosten, das führt letztendlich zu höheren Abfallgebühren. „Damit es nicht soweit kommt, ist es besonders wichtig, Bioabfall sortenrein zu sammeln“, betont Projektleiterin Rebecca Thurow.

Ab heute (14. September) schaut das Aktionsteam in die Biotonnen von Sassenberg, Oelde und Beckum. Als Rückmeldung werden an jeder Anhänger in den Ampelfarben befestigt. Grün bedeutet: Alles in Ordnung, Gelb: Es könnte besser sein und bei Rot wird die Tonne nicht geleert. Es sind zu viele Störstoffe gefunden worden. „Wenn alle mitmachen, ist das sehr gut für die Umwelt und natürlich auch für den Geldbeutel“, wirbt das Aktionsteam für die richtige Trennung.

In die Biotonne gehören: Küchenabfälle wie Obst. Gemüse, Speisereste, Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen und Teebeutel. Auch Grünabfälle aus dem Garten wie verwelkte Blumen, Rasen und Strauchschnitt sowie Laub und Wildkräuter lassen sich gut kompostieren.

Weitere Infos gibt es unter www.awg-warendorf.de

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