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Minister Pinkwart informiert sich über KI-Projekt im Modehaus Ebbers

Auf Fakten statt Bauchgefühl setzen

Warendorf

Die Öffnungen werden kommen, die Modellregion Kreis Warendorf noch an den Start gehen. Das sagte Minister Pinkwart am Donnerstag im Warendorfer Modehaus Ebbers. Dieses zählt mit seinem KI-Projekt zu den ausgewählten Modellprojekten.

Beate Kopmann

Minister Andreas Pinkwart (r.) Foto: Beate Kopmann

Corona hat dem Online-Handel einen neuen Boom verschafft. Damit der stationäre Handel dadurch nicht weiter aufs Abstellgleis geschoben wird, sollen mit Hilfe von Digitalisierung „neue Wege für den Präsenzhandel“ gefunden werden“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Donnerstag im Modehaus Ebbers in Warendorf.

Dessen Geschäftsführer Christoph Berger setzt auf Künstliche Intelligenz (KI), um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Projekt wird von der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitet und vom Land gefördert. Projektpartner sind das Technologie-Start-up-Unternehmen Panther Solutions aus Offenbach und der Einkaufsverband EK-Ser­vicegroup aus Bielefeld.

Modehaus hat KI-Projekt und eigene Teststation

„Das Modehaus Ebbers ist Treiber dieser Entwicklung“, betonte Pinkwart. Deswegen zählt das Haus mit seinem KI-Projekt und einer eigenen Teststation zu den Modellprojekten im Kreis, die als erste öffnen können, sobald die Infektionszahlen es erlauben. Die Modellregion liege derzeit auf Eis, „aber wir werden noch starten“.

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart

Susanne Sorg (EK-Ser­vicegroup Einkaufsverband) betonte, dass der Zug des Online-Handels immer schneller fahre. Deswegen müsse man digitalen und stationären Handel zusammenbringen. „Sonst hält der Zug bei uns bald nicht mehr.“

Prof. Dr. Schüttler von der Uni Duisburg-Essen lobte Berger, weil er den Mut habe, mit einem Unternehmen von begrenzter Größe eine solche Initiative zu starten.

Minister Pinkwart kündigte an, dass sich demnächst auch Lieferketten ändern würden. „Wir werden das Material relativ nah und passgenau herstellen“, sagte er und fügte hinzu: „Früher war das Münsterland mal bekannt für seine Textilindustrie.“

„Ökosystem Innenstadt“ auf den Handel angewiesen

Christoph Berger unterstrich, dass das „Ökosystem Innenstadt“ auf den Handel angewiesen sei. Dieser wiederum brauche seine Kunden. „Der Einsatz von KI ist ein Werkzeug, das wir jetzt ausprobieren.“

Auch in der Diskussion, an der sich die Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier, Henning Rehbaum und Markus Diekhoff beteiligten, wurde betont, dass es der kleine Händler sei, der „das Leben in den Innenstadt bunt macht“. Und dem Minister gaben sie auch noch einen Arbeitsauftrag mit auf den Weg: Er soll sich für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten stark machen.

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