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SPD-Bundestagsabgeordnete stellen Aktionsprogramm vor

Aufholpaket gegen Lernrückstände

Kreis Warendorf

Die Kinder und Jugendlichen dürfen nicht aus dem Blick verloren gehen, davor warnten der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup und sein Fraktionskollege Oliver Kaczmarek aus Unna. Deshalb erläuterten sie das Aktionsprogramm des Bundes unter dem Stichwort „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“.

Von Ralf Steinhorstund

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek und Bernhard Daldrup (v. l.) stellten das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ vor. Foto: Ralf Steinhorst

Wie können Lernrückstände und das soziale Leben nach der Corona-Pandemie wieder aufgeholt werden? Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup und sein Fraktionskollege Oliver Kaczmarek aus Unna stellten das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ vor und luden in der Aula der Antoniusschule in Beckum zur Diskussion ein.

Beide Abgeordnete forderten zunächst die Erwachsenen auf, sich aus Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen impfen zu lassen, um diese zu schützen. Vor allem, weil es bis zum Alter von 16 Jahren noch keinen von der Stiko genehmigten Impfstoff gebe.

Oliver Kaczmarek, Fraktionssprecher für Bildung, stellte anschließend das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ in Höhe von zwei Milliarden Euro vor, das über die Jahre 2021 und 2022 verteilt wird und auf mehreren Säulen steht. „Wir müssen Kinder und Jugendliche im Auge haben“, betonte Oliver Kaczmarek. Schule sei nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch sozialer Raum, deshalb müsse der Schulbesuch sichergestellt werden.

Frühkindliche Bildung in Kitas

Das Programm sieht die Förderung frühkindlicher Bildung in Kitas vor, es sollen unter anderem bis zu 1000 zusätzliche Sprachkitas entstehen. Im Aufholpaket stehen Mittel bereit, um Lernrückstände in den Ferien aufzuholen. Um die soziale Seite abzufedern, werden auch Ferienfreizeiten unterstützt, um so den Stressabbau in den Familien, der durch Homeschooling und Homeoffice entstanden ist, zu fördern. Zu den weiteren Maßnahmen gehört der vereinfachte Zugang zum Bildungsteilhabepaket. Allein 300 Millionen Euro sind für zusätzliche Schulsozialarbeit vorgesehen. Neben der Bundesförderung von zwei Milliarden Euro werden die Länder zusätzliche weitere Maßnahmen in gleicher Höhe vornehmen.

„Die zwei Milliarden sind ein richtig guter Betrag, dass wäre vor der Pandemie unvorstellbar gewesen“, ergänzte Bernhard Daldrup. Bei der Publikumsdiskussion fand das Programm breite Unterstützung. Allerdings wiesen viele Besucher daraufhin, dass die Politik Daueraufgaben in der Bildung, wie Lehrermangel, nur unzureichend anpacke. Auch stelle der Förderalismus zwischen Bund und Ländern, letztere sind für die Bildung zuständig, ein gewaltiges Kompetenzproblem dar. Insgesamt sei in der Bildung ein Paradigmenwechsel notwendig.

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