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Krise der Autozulieferer trifft das Münsterland

Aumann plant 200 weitere Stellenstreichungen

Beelen

Die deutschen Autozulieferer stecken in einer schweren Krise. Die Corona-Pandemie verstärkt die Probleme. Auch die Firme Aumann in Beelen ist betroffen.

Jürgen Stilling

Der Autozulieferer Aumann in Beelen Foto: Aumann

Der börsennotierte münsterländische Autozulieferer Aumann in Beelen greift erneut zum Rotstift und streicht weitere rund 200 Arbeitsplätze. Wie das Unternehmen am Dienstag in einer Ad-hoc-Mitteilung erklärte, verteilt sich der Stellenabbau gleichmäßig auf die drei Standorte Beelen, Espelkamp und Limbach-Oberfrohna. Der Abbau erfolge im Laufe des Jahres 2021.

Für diese Maßnahme habe der Aumann-Vorstand bereits die Zustimmung des Aufsichtsrats erhalten. Durch den geplanten Schritt und weitere Maßnahmen zur Optimierung von Kostenstruktur und Fertigungstiefe solle der deutlich zurückgegangenen Nachfrage in der Automobilindustrie Rechnung getragen werden, hieß es.

Für die Produktionsstätten Beelen und Espelkamp würden zeitnah die Sozialplan-Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen, berichtete der Vorstand. Zusätzlich zu den bereits im laufenden Geschäftsjahr vollzogenen Personalmaßnahmen, inklusive der Schließung des Standortes Hennigsdorf, bedeutet dies eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl auf lediglich noch rund 750. Aumann teilte weiter mit, man sehe sich durch diese erweiterten Maßnahmen „sowohl in der aktuellen Marktsituation als auch für eine Belebung der Nachfrage flexibel aufgestellt“.

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