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Verve! lud Neubeckumer zum ersten Kulturspaziergang ein

Bahnhof als temporäres Museum

Neubeckum

Da ging wirklich etwas ab in Neubeckum: „Verve!“ hatte zu einem „bunten Treiben“ rund um das Bahnhofsgebäude eingeladen. Obendrein waren auch Kulturspaziergänge durch Neubeckum unter fachkundiger Leitung angesagt. Die Resonanz war groß.

Von Dierk Hartlebund

Die Profis Danceroom Beckum Foto: Martin Janizik

Von wegen zartes Pflänzchen. Am Sonntag zeigte „Verve!“, dass die Kultur in Neubeckum pulsiert.

Zentrum des bunten Treibens war das Bahnhofsgebäude, dem die DB-Immobilienabteilung Station und Service schon vor Jahren den Laufpass gegeben hat und der seitdem einige Male den Besitzer wechselte, bis ihn die Stadt 2019 zurückkaufte.

Verve Foto: Martin Janizik

Verwundert die Augen riebe sich zahlreiche Neubeckumer, die der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Blicke“ gefolgt waren und die historische Empfangshalle in ganz neuem Licht erlebten. Die tote Maus, auf die die fleißigen Helferinnen und Helferinnen und Helfer von „Verve!“ beim Säubern gestoßen waren, war nur ein Fundstück von vielen, das die Fantasie der Besucher anregte. „Wir haben seit Wochen und Monaten auf diesen Tag hingearbeitet“, freute sich eine überglückliche Verve-Vorsitzende Amanda Bailiey.

Musikalisch begrüßt wurden die Gäste, unter denen sich auch Bürgermeister Michael Gerdhenrich befand, von dem Trio Cartouche, bestehend aus Christian Kappe, Philipp van Endert und André Nendzu mit einem kammermusikalisch klingenden Jazz, wie gemacht für die hallige Location.

Bahnhofshalle mit Qualitäten

Dass die Halle noch mehr Qualitäten hat, bewiesen sieben Kunstschaffende der Stadt und Region, die unter Nutzung der diversen Nebenräume eine mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen facettenreiche Ausstellung präsentierten, die noch bis einschließlich Sonntag (12. September) zu sehen ist. „Die Bahnhofshalle ist temporär zum Museum geworden“, stellte Gerthenrich in seiner Glückwunschadresse an die Veranstalter fest. Den Tag des Offenen Denkmals will „Verve“ zudem nutzen, um die Politik und „Bahnhofsretter“ an einen Tisch zu bringen und über die Zukunft des Neubeckumer Bahnhofsgebäudes zu diskutieren. Für das mit der Durchführung des Landesprogramms „Dritte Orte“ beauftragte Projektbüro übermittelte Ina Ratenick gute Wünsche und war überzeugt, dass die 30 000 Euro, die der bürgerschaftliche Verein für sein Projekt, Neubeckum lebens- und liebenswerter zu machen, erhielt, gut angelegt sind.

Verve Foto: Martin Janizik
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