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Polizei übt Bedrohungslage

Bewaffneter Streit und Geiselnahme

Kreis Warendorf

Der Streit unter zwei Brüdern eskaliert. Weil einer der Männer ein Messer dabei hat, ruft die Polizei Spezialkräfte dazu. Dann folgt eine Geiselnahme. Doch zum Glück war der Einsatz eine Übung. Was aus ihr abgeleitet werden kann, fasst Polizeisprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk zusammen.

Von Max Lametz

Den Ernstfall einer Bedrohungslage probten am Donnerstag Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst in Ostenfelde. Foto: Max Lametz

Einer der Täter war mit einem Messer bewaffnet. Dadurch eskalierte die Bedrohungslage, deren Ernstfall zahlreiche Polizeikräfte am Donnerstag probten. Um kurz vor 9 Uhr wurde ein Streit zwischen zwei Brüdern in der Nähe eines Sportplatzes in Ostenfelde gemeldet. Sofort fuhren Kräfte aus dem gesamten Kreis zur Einsatzstelle. Da einer der Männer ein Messer dabei hatte, forderte die Polizei zusätzliche Kräfte aus Hamm an, sowie die Verhandlungsgruppe eines Sondereinsatzkommandos.

Während der Bedrohungslage geriet die Situation aus dem Ruder, so dass einer der Brüder den anderen als Geisel nahm. Der Bereich um den Sportplatz wurde schnellstmöglich durch mehrere Streifenwagen abgesperrt. Nach langer Verhandlung mit dem Täter, gelang es der Polizei, diesen zu entwaffnen und festzunehmen. Somit war der Einsatz der Verhandlungsgruppe nicht mehr von Nöten.

Auch Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst begleiteten die großangelegte Übung, die von Polizeihauptkommissar Stefan Arens vom Polizeipräsidium Münster geleitet wurde. Wie viele Einsatzkräfte an die Übung teilnahmen, will die Polizei aus taktischen Gründen nicht verraten. Ziel der Übung sei gewesen, einen reibungslosen Ablauf bei der Kooperation aller Einheiten zu proben, dazu gehören die Kommunikation mit der Leitstelle und das taktische Vorgehen der Kräfte vor Ort. Polizeisprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk wertete die Übung als einen großen Erfolg. Alle erprobten Abläufe seien reibungslos verlaufen. Dies bestätigte auch das Abschlussgespräch zwischen allen Einsatzkräften, in dem jeder Beamte die Möglichkeit bekam, sich über den Verlauf der Übung auszutauschen, und positive so wie negative Vorkommnisse anzusprechen, und diese gegebenenfalls für die Zukunft aufzuarbeiten zu können.

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