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Bundestagswahl: Kandidatenkür im Sportpark

CDU schickt Rehbaum ins Rennen

Ahlen

Henning Rehbaum ist Bundestagskandidat der CDU im Kreis Warendorf. Er setzte sich bei der Kandidatenkür unter freiem Himmel im Ahlener Sportpark Nord gegen Katrin Schulze Zurmussen und Markus Höner durch. Schon im ersten Wahlgang hatte er deutlich an der Spitze gelegen.

Von Beate Kopmann

Henning Rehbaum (2.v.l.) ist Bundestagskandidat der CDU im Kreis Warendorf. Der 47-Jährige aus Albersloh will bei der Bundestagswahl im September den amtierenden Abgeordneten Reinhold Sendker (l.) beerben, der nicht wieder antritt. Im Wettstreit mit Rehbaum unterlagen Katrin Schulze Zurmussen und Markus Höner. Foto: Beate Kopmann

Wer im Ahlener Sportpark Nord startet, setzt auf Sieg. Das gilt auch für die drei CDU-Kandidaten, die dort Samstag ihren Parteifreunden erklärten, warum sie in den Bundestag wollen. Es konnte aber nur einen Sieger geben: Der heißt Henning Rehbaum. Der 47-Jährige aus Albersloh will den amtierenden Abgeordneten Reinhold Sendker beerben, der nicht mehr antritt.

Rehbaum trat gegen Katrin Schulze Zurmussen (Everswinkel) und Markus Höner (Beckum) an. Bereits im ersten Wahlgang war Rehbaum mit 94 von 220 gültigen Stimmen der Favorit. Seine beiden Kontrahenten lagen eng beieinander: Höner bekam 65 Stimmen, Schulze Zurmussen 61 Stimmen.

Henning Rehbaum

In der entscheidenden Stichwahl votierten 123 Delegierte für Rehbaum und 99 für Höner. Der CDU-Kreisvorsitzende Reinhold Sendker hob hervor, dass die CDU im Kreis Warendorf „drei ganz hervorragende Kandidaten“ habe. Rehbaum selbst freute sich über das klare Ergebnis, das starken Rückenwind im Wahlkampf bedeute. Seinen Kontrahenten dankte Rehbaum für den „fairen Wettstreit“.

Fairer Wettstreit von drei Kandidaten

Zuvor hatte die 25-jährige Schulze Zurmussen damit geworben, für die Erneuerung der Partei zu stehen, die „jünger, weiblicher und digitaler“ werden müsse. Der 45-jährige Höner machte sich für eine wirtschaftsorientierte Klimapolitik sowie eine „ideologiefreie Landwirtschafts- und Umweltpolitik“ stark.

Zur Person

Henning Rehbaum (47) ist Landtagsabgeordneter und lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Albersloh. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende in Sendenhorst ist seit 2004 im Rat, seit 2020 einer der vier Stellvertreter des CDU-Bezirksvorsitzenden Karl-Josef Laumann. Nach einer Ausbildung als Industriekaufmann bei Claas studierte Rehbaum BWL in Baden-Württemberg mit Diplomarbeit in Norwegen. Danach übernahm er 2000 die Führung des elterlichen Unternehmens Bils in Albersloh, Ahlen und Warendorf. 2010 übergab er die Leitung des Betriebs und wurde Prokurist der Westfälischen Verkehrsgesellschaft. Seit 2017 ist Rehbaum Sprecher seiner Landtagsfraktion für Wirtschaft, Energie und Landesplanung.

Rehbaum präsentierte sich als „Mann der Mitte“, der ganz an der Seite von Kanzlerkandidat Armin Laschet steht. Dieser habe ein „Erneuerungsjahrzehnt“ ausgerufen, so der Albersloher. „Als Abgeordneter möchte ich bei diesem Aufbruch, der grundlegenden Modernisierung Deutschlands, mithelfen.“ Zuletzt habe die Pandemie die Defizite in Verwaltung und Bildung deutlich gemacht. Jetzt gehe es darum, „Bürgern und Wirtschaft Steine aus dem Rucksack zu nehmen und die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen“.

Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen

Unter den Themen, denen Rehbaum – derzeit noch Landtagsabgeordneter – besonderes Gewicht geben will, ist das erste: „Starke Wirtschaft und zuverlässiger Klimaschutz.“ Der CDU-Politiker ging dabei hart mit den Grünen ins Gericht, „die uns ständig erzählen, wie wir leben sollen. Und das von einer Spitzenkandidatin mit viel Livestyle, aber ohne einen Tag Regierungserfahrung“. Wenn Umweltschutz wirtschafts- und sozialverträglich gemacht werden solle, brauche man dafür nicht die Grünen, sondern das Original: die CDU. „Damit die Wirtschaft CO2-neutral wird, werden Innovationen gebraucht und keine neue Bürokratie.“ Energie müsse außerdem bezahlbar bleiben. „Und Stahl aus China hilft nicht dem Klima.“

Schlagabtausch mit den Grünen

Voranbringen will Rehbaum ferner „eine ordentliche Besteuerung der internationalen Konzerne“, gleichzeitig müsse der Mittelstand entlastet werden. Sollte er gewählt werden, tritt Rehbaum in mehrerer Hinsicht in Sendkers Fußstapfen. Denn auch der war zunächst im Landtag und wechselte dann vom Rhein an die Spree.

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