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Kottenstedte-Busse holten 82 Flüchtlinge aus der Ukraine

„Das waren unerträgliche Bilder“

Ostenfelde

Es kam anders als geplant: Busunternehmerin Anne Kottenstedte wollte mit drei Bussen an die polnisch-ukrainische Grenze fahren, Medikamente und Lebensmittel hinbringen und dann mit Flüchtlingen zurückkommen. Entgegen ursprünglicher Planung fuhr der Hilfskonvoi am Ende sogar in die Ukraine. Die Behörden hatten im Vorfeld vor der Aktion gewarnt. Am Sonntagmorgen kurz nach 9 Uhr kamen nun 82 Flüchtlinge in den Kreis Warendorf – zunächst in eine Notunterkunft in Ahlen.

Von Beate Kopmann

Eigentlich sollte an der Grenze Stopp sein. Weil die Flüchtlinge, die die Busse abholen wollten, es aber nicht bis nach Polen

Sonntagmorgen kurz nach 9 Uhr waren sie zurück: Busunternehmerin Anne Kottenstedte und ihre Helfer, die mit drei Bussen die Ukraine ansteuerten und 82 Kriegsflüchtlinge von dort in den Kreis Warendorf holten – fast ausnahmslos Frauen und Kinder. Sie werden übergangsweise in der Mammutschule in Ahlen untergebracht. „Wichtig ist, dass wir die Menschen gut unterbringen, verpflegen und medizinisch versorgen können“, erklärte Dr. Olaf Gericke. Danach werden die Flüchtlinge auf Kommunen im Kreis verteilt. Dabei sollen die vielen ehrenamtlichen Helfer, die privaten Wohnraum angeboten haben, eingebunden werden. Auf dieses Vorgehen hatte sich der Landrat in einer Videokonferenz mit Oeldes Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf geeinigt.

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