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Sozialdienst Katholischer Frauen

Ehrenamtliche Familienpaten

Kreis Warendorf

Junge Familien benötigen Unterstützung. Wenn Großeltern und gute Freunde nicht einspringen können, können auch Ehrenamtliche helfen. Der Sozialdienst Katholischer Frauen vermittelt Paten.

Von Angelika Knöpker

Mit zwei Patenprojekten unterstützt der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) Familien (v.l.): Fachdienstleiterin Esther Luppe mit den Koordinatorinnen Linda Himmel und Sarah Gerke. Foto: Angelika Knöpker

Ein afrikanisches Sprichwort besagt: Für die Erziehung eines Kindes benötigt man ein ganzes Dorf. Aber was tun, wenn dieses Dorf nicht zur Verfügung steht? Es ist nicht selbstverständlich, dass Familien gute Nachbarn oder Freunde an ihrer Seite haben. Was ist, wenn Oma und Opa nicht in der Nähe wohnen, um helfend einzugreifen, wenn Eltern Unterstützung benötigen?

Die Antwort gibt der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf mit zwei Patenprogrammen. „Mit Paten ins Leben starten“ nennt sich das Projekt, in dem Ehrenamtliche junge Eltern im ersten Lebensjahr des Kindes dabei helfen, Sicherheit im Alltag mit dem Baby zu gewinnen. Unter dem Motto „Zeit haben, Zeit schenken“ widmen Ehrenamtliche im zweiten Projekt Familien einige Stunden in der Woche ihre Zeit und sorgen für Entlastung.

„Aktuell betreuen wir mehr als 50 Familien im Kreis Warendorf mit mehr als 50 Paten im Alter von 30 bis 80 Jahren, darunter auch einige Männer“, zieht Esther Luppe eine positive Bilanz. Die Fachdienstleiterin betreut seit Januar 2018 das vor zehn Jahren gegründete Projekt. Ihr zur Seite steht Linda Himmel und seit wenigen Wochen komplettiert Sarah Gerke das Team. Die Koordinatorinnen haben die Betreuung in den Städten und Gemeinden unter sich aufgeteilt, Träger sind die Jugendämter des Kreises, außer Ahlen. Die Mittel fließen aus dem Bundes-Programm „Frühe Hilfen.“

Freizeitgestaltung und Sorgengespräche

Das Trio steht den Ehrenamtlichen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, führt die Erstgespräche mit den Familien und Ehrenamtlichen und interveniert, wenn es Probleme gibt. „Bis jetzt hat es keine Abbrecher gegeben, es sei denn aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen“, freut sich das Team über die Kontinuität. Folgende Voraussetzungen müssen die Paten mitbringen: ein Führungszeugnis, die Teilnahme an einer Basisschulung, einen Erste-Hilfe-Kursus und Präventionsschulung zum Thema sexueller Missbrauch. Regelmäßig treffen sich die Ehrenamtlichen zum gegenseitigen Austausch und feiern gemeinsame Feste. Einmal pro Woche unterstützen sie die Patenfamilie mit Freizeitgestaltung für die Kinder. Oder sie helfen bei den Hausarbeiten, trinken Kaffee mit der Mama, um Sorgen zu besprechen, begleiten bei Behördengängen oder Arztbesuchen und vieles mehr. „Für beide Seiten ist das eine große Bereicherung“, weiß Linda Himmel aus ihrer langjährigen Tätigkeit, „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Ziel.

Weitere Paten willkommen

Im Patenprogramm „Mit Paten ins Leben starten“ begleiten Ehrenamtliche junge Eltern von den letzten drei Monaten der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Für diese schöne Aufgabe ist zusätzlich zu den oben genannten Voraussetzungen auch der Besuch eines Säuglingspflegekursus erforderlich, organisiert vom Team des SkF. Wie die Begleitung konkret aussieht, das richtet sich nach den Vorstellungen der Familienpaten und den Bedürfnissen der Familien.

Wer sich für eine ehrenamtliche Aufgabe im Programm „Mit Paten ins Leben starten“ oder „Zeit haben, Zeit verschenken“ interessiert, kann sich an den Sozialdienst Katholischer Frauen bei Esther Luppe unter ehrenamt@skf-online.de oder der Telefonnummer 0 23 82 / 8 33 55 03 wenden.

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