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Ein Plus von 8000 Bürgern

Kreis Warendorf: Günstiges Bauland und Flüchtlinge sorgen für Bevölkerungswachstum

Kreis Warendorf

Vor Jahren sorgte man sich um Bevölkerungsschwund. Aus verschiedenen Gründen freut sich der Kreis Warendorf jetzt aber über Bevölkerungswachstum.

Mehr Geburten, günstiges Bauland und auch der Zuzug vieler Geflüchteter haben für Bevölkerungszuwachs gesorgt. Foto: Collage IMAGO/colourbox

Es werden wieder mehr Kinder geboren: Diesen Trend hatte das Statistische Landesamt bereits im Juni verkündet. Die Zahl der Geburten war im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent gestiegen – verglichen zum Vorjahr. Gleichzeitig war es der höchste Stand seit 1999. Den landesweit höchsten prozentualen Geburtenanstieg gab es dabei mit 7,6 Prozent im Kreis Warendorf.

Auch die jüngste Statistik, die das Land zur Bevölkerungsentwicklung vorgelegt hat, weist ein deutliches Plus aus. Denn die Einwohnerzahl im Kreis Warendorf ist im vergangenen Jahr um mehr als 8000 Menschen gewachsen. Dazu beigetragen hat insbesondere der Zuzug von Flüchtlingen in den vergangenen elf Jahren.

Die aktuellen Zahlen des Landes machen deutlich, dass die Zahl der Bürger sich im besagten Zeitraum von 272.985 auf 281.095 (Stand Juni 2022) erhöht hat. Ende 2021 lag die Einwohnerzahl im Kreis noch bei 278.176 – bereits zum Jahresende gab es also ein Einwohnerwachstum von mehr als 5000 Personen.

Mit Ausbruch des Ukraine-Krieges setzte sich dieser Trend fort. Dass der Kreis Warendorf von einem Bevölkerungszuwachs profitieren konnte, dürfte aber auch daran liegen, dass die Kommunen im Kreis noch vergleichsweise günstiges Bauland haben – und Kita-Plätze anbieten können. Das dürfte insbesondere im so genannten „Speckgürtel“ von Münster von Bedeutung sein.

Auch deswegen wundert es nicht, dass Telgte mit seiner Nähe zu Münster in absoluten Zahlen mit 1315 Bürgern den größten Bevölkerungszuwachs hat. In elf Jahren wuchs die Stadt von 18 828 auf jetzt 20 143 Einwohner.

Auch dem zweiten Platz steht Beckum. Die Stadt hat heute 1090 Bürger mehr als im Jahr 2011 und zählt aktuell 37 196 Einwohner.

Ahlen, die einwohnerstärkste Stadt im Kreis, kommt – in absoluten Zahlen gerechnet – auf Platz drei und hat 1068 Bürger mehr als vor elf Jahren. Nun sind es 53 104.

Ostbevern zählt zum Stichtag 30. Juni genau 11.422 Bürger – das sind 797 mehr als vor elf Jahren. Sendenhorst kommt auf 684 Bürger mehr (13.557), Oelde auf 648 (29.525), Drensteinfurt auf 628 Einwohner mehr (15.760) und Sassenberg auf 522 mehr (14.446), Warendorf auf 447 (37.427), Everswinkel auf 402 (9722), Wadersloh auf 336 (12.763) und Ennigerloh auf 216 (19.830).

Einzig Beelen, die kleinste Gemeinde im Kreis Warendorf – muss mit einem Minus kalkulieren, wie die Statistik deutlich macht. 6200 Bürger wohnten Ende Juni in Beelen, elf Jahre zuvor waren es noch 6270.

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