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Kreisläufer Challenge 2021 beendet

Einmal die Erde umrundet

Kreis Warendorf

Sie haben die unfassbare Distanz von 54 759,6 Kilometern zu Fuß zurückgelegt: die Teilnehmer der Kreisläufer Callenge.

Die Ahlener (v.l.) Reiner Krimphove und Hubertus Beier (beide Stufe Gold, über 1000 Kilometer) nach einem 14-Kilometer-Lauf bei stürmischen Böen und Regen am 6. Februar.

91 Teilnehmende aus dem gesamten Kreisgebiet haben 100 Tage lang Kilometer zu Fuß gesammelt und waren dabei so aktiv wie möglich. „Jeder Meter zählt“ lautete das Motto der durch den Warendorfer Julian Tatje ins Leben gerufenen „Kreisläufer-Challenge 2021“, die im Februar 2022 erfolgreich zu Ende gegangen ist.

Warendorf war die „fleißigste“ Gemeinde

Insgesamt legten die 91 Teilnehmer die unfassbare Distanz von 54 759,6 Kilometern zu Fuß zurück und umrundeten die Erde deutlich. Warendorf war dabei die „fleißigste“ Gemeinde im Kreis Warendorf und lieferte mit knapp über 12 000 Kilometern rund 20 Prozent der Gesamtstrecke. Im Gemeinderanking zeigte sich ein gleiches Bild wie bei der Vorjahreschallenge: Ahlen landete mit 10 528 Kilometern direkt hinter Warendorf, den dritten Platz mit etwas Abstand belegte Sassenberg mit über 5821 Kilometern. Insgesamt waren mit der Ausnahme „Wadersloh“ alle weiteren zwölf Gemeinden und Städte des Kreises beteiligt.

Feedback war durchweg sehr positiv

„Das Feedback zur Kreisläufer-Challenge war durchweg sehr positiv. Durch die gemeinsame Übersicht, das tägliche Eintragen der Distanzen und das Teilen der Lauferlebnisse in sozialen Medien konnte ein schönes ‚Wir-Gefühl‘ entstehen. Dieser spürbare Zusammenhalt war insbesondere in Zeiten von Kontaktbeschränkungen eine zusätzliche Motivation“, wird Tatje in einer Pressemitteilung zitiert.

Anne-Guiseppa Riesenbeck bei einer längeren Wanderung. Foto:

Die Kreisläufer-Challenge richtete sich von Anfang an sowohl an erfahrene Marathonläufer als auch an die „Sportmuffel“ oder Sportanfänger, die eher im Fokus standen. Dazu konnten verschiedene Stufen angestrebt werden (Bronze, Silber und Gold), sodass leistungsdifferenziert für alle Zielgruppen etwas Passendes dabei war.

18 Läufer erreichten Distanz von über 1000 Kilometern

Die einzelnen Stufen wurden dabei am Ende der Challenge wie folgt erreicht:

Bei der 100-Tage-Challenge erreichten 18 Läufer eine Distanz von über 1000 Kilometern (= Gold), wobei der für Ahlen startende Reiner Krimphove mit beeindruckenden 2517,70 Kilometern in 100 Tagen die Gesamtliste anführte. Die fleißigste Frau war Andrea Schröder, die in 100 Tagen auf beachtliche 2440 Kilometer kam und damit ihre Leistung aus dem Vorjahr übertreffen konnte. Silber (mehr als 603 Kilometer) erreichten 26 Läufer und 29 schafften mindestens 2,5 Kilometer pro Tag und erzielten mit mehr als 250 Kilometern Bronze.

Nasse Füße trotz wasserdichter Laufschuhe bei Barbara Kehne, Foto:

Dass erfahrene Marathonläufer auch im Winter trainieren, ist nicht verwunderlich. Umso bemerkenswerter sind aber die Ergebnisse derjenigen, die sich eher als Gesundheitssportler oder gar „Sportmuffel“ bezeichnen würden und insbesondere bei den Wetterbedingungen der letzten Woche nicht „freiwillig“ vor die Tür gehen. Hier sind neben den beachtlichen Kilometern tolle Entwicklungen entstanden und schöne Rückmeldungen aus Reihen der Teilnehmer gekommen:

„Ich war nie sportlich, für mich gab es eigentlich nur schlechtes Wetter. Also brauchte ich eine Challenge, die mich nach draußen treibt. Wow, ich wusste gar nicht, wie schön der Wald im Herbst und Winter ist. Ich habe so viele Tiere gesehen, einmal sogar Wildschweine. Ohne diese Challenge hätte mein Schweinehund gesiegt, und jeder Tag wäre wieder schlechtes Wetter gewesen. Doch so habe ich endlich die Natur mal ganz anders und in einer Vielfalt gesehen, die ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen habe. In den Sonnenaufgang walken, wenn die Sonne durch den Nebel kommt, Kälte bei schönstem Sonnenschein, Wärme bei Wolken (…).“ resümiert Anne-Giuseppe Riesenbeck fasziniert.

Anne-Giuseppe Riesenbeck

Dass auch der „Druck“, sich mit anderen zu messen, die eigene Leistung unterstützen kann, betont Barbara Kehne aus Ahlen: „Die Challenge war ein voller Erfolg. Bei Wind und Wetter draußen – einfach nur gut. Ich wollte eigentlich nicht so viele Kilometer machen, mein Bruder Hubertus Beier war mir aber auf den Fersen (…).“

Im April gibt‘s die „Oster-Challenge“

Auch der Ahlener Gesamtsieger Reiner Krimphove zieht ein sehr positives Fazit: „Das Minimalziel waren 600 Kilometer, aber eigentlich wollten wir 1000 schaffen. Wir wollten sehen, was mit 56 Jahren so noch möglich ist. (…) Das Ganze hat mich dazu motiviert, mich nach zwölf Jahren wieder einmal zum Hermannslauf anzumelden.“ Auch 2022 wird es wieder eine Kreisläufer-Challenge geben. Start wird der 1. November sein. Interessierte können sich bei Organisator Julian Tatje unter lauferlebnisse@web.de vormerken lassen.

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken und um die Wartezeit auf den Frühling zu versüßen, gibt es ab April die nächste Challenge: Bei der „Oster-Challenge“ geht es darum, sechs Wochen lang möglichst aktiv zu sein und virtuelle „Ostereier“ zu sammeln. Hierzu ist erneut die körperliche Aktivität „zu Fuß“ (laufen, walken, wandern, spazieren gehen) notwendig. Weitere Infos dazu sind unter www.lauferlebnisse.de einzusehen.

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