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Nach Explosion in Mehrfamilienhaus 

Haftbefehl gegen 48-Jährigen erlassen

Beckum

Erst sollte es nur um eine Explosion gehen, doch inzwischen wird gegen einen 48-jährigen Mann aus Beckum wegen Mordes ermittelt.

Die Polizei in Münster hat in Zusammenhang mit der Explosion in Beckum-Neubeckum einen Mann (48) verhaftet. Foto: Stefan Sauer/dpa/Illustration

Nachdem es in der Nacht von Freitag (25. November) auf Samstag (26. November) um 02.13 Uhr in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Dresdener Straße in Beckum-Neubeckum zu einer Explosion gekommen war, hat das Amtsgericht Münster auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl gegen einen 48-jährigen Tatverdächtigen erlassen.

Gegen den Neubeckumer wird wegen versuchten Mordes und wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt, wie es in einer Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft Münster heißt. Der Beschuldigte, der bei der Explosion schwere Verletzungen erlitt, werde voraussichtlich noch heute in ein Justizvollzugskrankenhaus überstellt.

Haus nach Explosion unbewohnbar

Nach aktuellen Erkenntnissen der ermittelnden Mordkommission seien in der Wohnung des 48-Jährigen mehrere Campinggaskartuschen sowie eine Propangasflasche aufgefunden worden, deren Inhalt der Beschuldigte entzündet haben soll. Zur Zeit der Explosion befanden sich neben dem Tatverdächtigen noch neun weitere Personen in dem betroffenen Wohnhaus. Noch stehe nicht fest, wann die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können.

48-Jähriger dringend tatverdächtig

Der 48-Jährige habe sich bisher nicht zu den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen geäußert, erklärt die Polizei weiter. „Wir gehen jedoch ersten Hinweisen nach, dass der Tatverdächtige die Explosion möglicherweise in suizidaler Absicht herbeigeführt haben könnte“, erläutert Thomas Götze, Leiter der Mordkommission.

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