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Corona-Hotline des Kreises während des zweiten Lockdowns stark ausgelastet

Fast 40 000 Anrufe an einem Tag

Kreis Warendorf

Die unfassbare Zahl von rund 40 000 Anrufen ging in der vergangenen Woche am ersten Tag des Lockdowns im Kreis Warendorf bei der Corona-Hotline ein. Einigermaßen zu stemmen war das nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Meistens ging es den Anrufern um den bevorstehenden Urlaub.

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Landrat Dr. Olaf Gericke bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern an der Corona-Hotline beantworten. Das Bild zeigt (v. l.) Daniela Schmidt (DRK Ennigerloh), Landrat Dr. Olaf Gericke, Sandra Tümmers (DRK Wadersloh), Anne Lütke Föller (Malteser), Elke Hoppe (DRK Ostbevern) und Sabine Kupich (DLRG Warendorf). Foto: Kreis Warendorf

Wo kann ich mich testen lassen? Wohin darf ich noch verreisen? Wann liegt das Ergebnis des Corona-Tests vor? Bürgerinnen und Bürger haben sich in Folge des jüngsten Lockdowns mit ihren Fragen und Sorgen an die vom Kreis Warendorf eingerichteten Telefon-Hotlines gewandt. Und zwar in riesiger Zahl. Allein am ersten Tag des Lockdowns, dem Mittwoch vergangener Woche, gab es fast 40 000 Anrufversuche bei der Corona-Hotline.

Zehnfache Menge von Kontaktaufnahmen an einem Tag

Zum Vergleich: An durchschnittlichen Tagen verzeichnet die Kreisverwaltung 3000 bis 4000 Anrufe. Auch die Internetseite des Kreises wurde im Zuge des Lockdowns häufiger angeklickt. Allein am Dienstag vergangener Woche waren es fast 45 000 Besuche.

„Obwohl wir mit der Nachricht zum erneuten Lockdown schnell reagiert und unsere Hotlines aufgestockt haben, sind wir mit Anfragen überhäuft worden. Leider konnten wir nicht alle entgegennehmen“, zieht Dr. Anja Röhnelt vom Medizinischen Dienst des Kreisgesundheitsamts Bilanz und bittet um Verständnis, dass nicht alle Anrufer durchgestellt werden konnten. Für Fragen zu den Ergebnissen der freiwilligen Coronatests in den drei Testzentren des Kreises wurde sogar eine zweite Hotline (siehe Kasten) eingerichtet.

Unterschiedliche Hotlines für Ergebnisse und Fragen

Zu Fragen rund um das Coronavirus gibt die allgemeine Hotline des Gesundheitsamtes täglich von 8 bis 18 Uhr Auskunft unter ' 0 25 81/ 53-55 55. Wer sich einem Coronatest in den Testzentren des Kreises unterzogen hat, kann das Ergebnis über eine extra dafür eingerichtete Hotline erfragen. Unter ' 0 25 81/ 53-67 67 und 0 25 81/ 53-68 68 gibt es täglich von 8 bis 22 Uhr Auskunft über die Resultate. Es wird gebeten, für Nachfragen dazu nur diese Nummern zu nutzen.

60 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Die Mitarbeiter des Kreises werden dabei von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes unterstützt. Insgesamt etwa 60 Personen bedienten in der vergangenen Woche die Hotlines. „Das Informationsbedürfnis ist groß. Wir müssen die Verordnungen und Erlasse aus Düsseldorf umsetzen und die Bürger, die Städte und Gemeinden sowie die Medien darüber unterrichten“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Vor diesem Hintergrund danke ich allen, insbesondere den Ehrenamtlichen, die mit Rat und Tat weiterhelfen.“

Urlaub und Auswirkungen der Regionalverordnung waren häufigste Themen

Dr. Anja Röhnelt steht dabei im Austausch mit den ehrenamtlichen Helfern vom DRK, von den Maltesern und vom DLRG, die die Anrufe der Corona-Hotline entgegennehmen. Die meisten Anfragen dort drehten sich um das Thema Urlaub und Reisen. „Viele Anrufer standen unter Druck. Sie wollten sich so schnell wie möglich testen lassen und ein Ergebnis erhalten, um ihre Urlaubsreise wie geplant antreten zu können“, berichtet die Ärztin. Weitere Anfragen bezogen sich auf die Regionalverordnung zum Lockdown. So fragten etwa Veranstalter, inwiefern sie betroffen sind. Bereits am vergangenen Wochenende habe sich die Lage an der Corona-Hotline aber wieder beruhigt.

Auch die Hotline, die von rumänisch sprechenden Mitarbeitern des Kreises besetzt ist, hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen erhalten. „In der Mehrzahl der Fälle ging es darum, dass Menschen in Quarantäne nicht ausreichend mit Lebensmitteln oder Hygieneartikeln versorgt wurden. Diese Fälle haben wir dann an die Ordnungsämter vor Ort weitergeleitet“, berichtet Dr. Anja Röhnelt.

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