1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreisseite-warendorf
  6. >
  7. Gemeinsam für gute Wasserqualität

  8. >

Kooperation verlängert

Gemeinsam für gute Wasserqualität

Kreis Warendorf

Das Ergebnis fiel einstimmig aus: Die Mitglieder des Beirates votierten für die Verlängerung der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft im Kreis bis zum 31. Dezember 2024.

wn

Die Einhaltung der Nitratwerte in allen Wasserfassungsanlagen gehört zu den Erfolgen der Kooperation. Foto: dpa

Grundlage der Zusammenarbeit ist das Zwölf- Punkte-Programm des Landes NRW, das in den vergangenen 30 Jahren zu vielen vergleichbaren Kooperationsgründungen zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft zur Verbesserung der Trinkwasserqualität führte.

Es gibt zurzeit keine Wasserschutzgebiete oder Wassereinzugsgebiete, die ohne Kooperationsmodelle agieren. So auch im Kreis Warendorf. Der Ausgleich zwischen den landwirtschaftlichen Interessen auf der einen Seite und den Ansprüchen an die Wasserqualität durch sechs Wasserversorgungsunternehmen und das Gesundheitsamt auf der anderen Seite führte 1991 zur Gründung der Kooperation Warendorf.

Dieses Jahr kann die Kooperation Warendorf ihr 30-Jähriges feiern. Die sechs Wasserschutzgebiete des Kreises mit einer Rohwasserförderung von zwölf Millionen Kubikmeter stellen die Versorgung großer Teile der heimischen Bevölkerung und der Wirtschaft mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser sicher.

Die Einhaltung der Nitratwerte in allen Wasserfassungsanlagen – zurzeit weit unter den von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter mit Trinkwasserwerten zwischen zwei bis 20 Milligramm – gehört zu den Erfolgen der Kooperation. Pflanzenschutz-Wirkstoffeinträge sind in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der Sorgfalt der Landwirte, durch verbesserte Ausbringtechnik in Verbindung mit der intensiven Beratung der Landwirtschaftskammer in sehr seltenen Ausnahmefällen ermittelt worden.

Die Kooperationsgeschäftsstelle mit Sitz an der Kreisstelle Warendorf der Landwirtschaftskammer ist gut angenommener Beratungs-Anlaufpunkt für die Landwirte. Auch freiwillige Sonderprogramme zur gewässerschonenden, extensiven Landbewirtschaftung erfahren rege Nachfrage.

Die zukünftigen Herausforderungen sind die Beibehaltung, Stabilisierung und gegebenenfalls noch weitere Reduzierung der Nitratwerte im Rohwasser, die Erhaltung des Nitratpuffers im Grundwasserleiter sowie in naher und ferner Zukunft die Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels mit möglicherweise geringeren Grundwasserneubildungsraten im Winterhalbjahr und verstärkten Dürreereignissen für die Landwirtschaft.

„Die Herausforderungen sind groß, wir gehen sie gemeinsam weiter an“, so Andreas Becker, Sprecher der beteiligten Wasserversorgungsunternehmen, und Präsident der Landwirtschaftskammer sowie Kreislandwirt Karl Werring als Vorsitzender der Kooperation.

Startseite