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Stattdessen sollen vier E-Busse gekauft werden

Grüne und SPD gegen Wasserstoffbus

Kreis Warendorf

Erst sollten zwei Wasserstoffbusse im Kreis Warendorf eingesetzt werden. Jetzt rollen stattdessen vielleicht Elektrobusse.

Von Beate Kopmann

Die Kreisverwaltung würde neben drei E-Bussen gerne auch einen mit Wasserstoff betriebenen Bus einsetzen. Grüne und SPD favorisieren dagegen den Betri Foto: Kreis Warendorf

Einen Wasserstoff- und drei Elektrobusse will die Kreisverwaltung anschaffen – als Beitrag zu mehr Klimaschutz beim ÖPNV. Mit dem Kauf beauftragt werden sollte die RVM als kommunales Verkehrsunternehmen. Die Entscheidung, für die die Politik im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität und Planung grünes Licht geben sollte, wurde jetzt auf den Kreisausschuss vertagt.

Hintergrund dafür ist ein Antrag der Grünen, die sich dafür aussprechen, statt des Wasserstoffbusses besser einen weiteren Elektrobus zu kaufen. Die Grünen begründen ihren Antrag damit, dass die vier E-Busse deutlich günstiger fahren können, als dies beim Einsatz eines Busses mit Wasserstoff-Antrieb der Fall wäre. 45 000 Euro weniger Kosten im Jahr sollen dabei unterm Strich anfallen. Vertreter der SPD gaben zu bedenken, dass für den Einsatz eines Wasserstoffbusses nicht einmal die notwendige Infrastruktur im Kreis bereitstehe. Derzeit müsste der Wasserstoffbus in Amelsbüren betankt werden.

Die Grünen wiesen ferner darauf hin, dass es auch wartungstechnische Vorteile gebe, wenn man ausschließlich auf Elektromobilität setze. Schließlich müsste dann nur ein System betreut werden. Im Übrigen sei Ökostrom für die E-Busse bereits verfügbar und entlaste die CO2-Bilanz. Grüner Wasserstoff dagegen gebe es noch nicht in ausreichendem Maße.

Umwelt- und Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher weist darauf hin, dass es bis vor einem Jahr noch einen von allen Fraktionen (außer AfD) getragenen Beschluss gab, zwei Wasserstoff-Busse zu beschaffen. Von diesen Plänen sei auch die Kreisverwaltung abgerückt, weil es dafür die in Aussicht gestellten Fördermittel nicht gab.

Im zweiten Anlauf mache man sich aber Hoffnung auf weitere staatliche Unterstützung. Die Mehrkosten für einen Wasserstoff- und drei E-Busse lägen bei einer 80- prozentigen Förderung (Bund) bei 149 000 Euro im Jahr. Bei einer 60-prozentigen Förderung (Land NRW) käme man auf Mehrkosten von 177 000 Euro pro Jahr.

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