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Bürger sind zur Eigenvorsorge aufgerufen

Gut vorbereitet auf Katastrophenfall

Kreis Warendorf

Kreis und Kommunen bereiten sich auf den Notfall vor: Stromausfall oder Gasmangellage. Aber die Bürger tun gut daran, auch privat Vorsorge zu treffen.

Von Beate Kopmann

Wenn die Gasflamme erlischt und der Strom ausfällt, heißt es vorbereitet sein: Was auch die Bürger selbst tun können, erläuterten (v.l.): Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger (Sprecher der Bürgermeister im Kreis), Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann, Krisenstabsleiterin Petra Schreier und der Technik-Chef im Kreishaus Bernhard Gröpper. Foto: Wilfried Gerharz

„Hier geht‘s nicht um Panikmache, aber man sollte sich mit kühlem Kopf auf mögliche Katastrophen vorbereiten“, warb Landrat Dr. Olaf Gericke um Eigenverantwortung jedes Bürgers. Vor allem die Bevorratung mit Wasser und Lebensmitteln zählen zu Vorsorgemaßnahmen, die jeder Einzelne treffen kann.

Auch Medikamente, Batterien und Kerzen sollten – ebenso wie ein batteriebetriebenes Radio zur Notfallversorgung gehören, ergänzt Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Sprecher der Bürgermeister im Kreis.

Und sollte tatsächlich die Wohnung kalt bleiben, warnt Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann vor allen Heizmethoden mit offener Flamme. „Mit einem Holzkohlegrill in der Wohnung zu heizen, kann tödlich sein“, betont er und appelliert an die Bürger: „Im Zweifel bitte bei uns nachfragen.“

Wie können sich die Bürger auf Stromausfall und Gasmangellage vorbereiten: Hinweise gaben (v.l.): Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger (Sprecher der Bürgermeister im Kreis), Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann, Krisenstabsleiterin Petra Schreier und der Technik-Chef im Kreishaus Bernhard Gröpper. Foto:

Auch der Kreis und die Kommunen haben viele Vorbereitungen getroffen. Damit beispielsweise die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr arbeitsfähig sind, wurden diverse Notstromaggregate angeschafft. Ferner hat man die Heizungsanlage teilweise auf Öl umgestellt. „Wir haben auch Absprachen mit einigen Tankstellen getroffen, die über Notstromaggregate verfügen.“ Beim Stromausfall, so Bernhard Gröpper, Technik-Chef im Kreishaus, könne man dann immer noch Kraftstoffe beziehen – unabhängig davon, dass große Mengen Diesel und auch leichtes Heizöl eingelagert wurden. Diese Kraftstoffe stünden im Notfall aber nur für Polizei und Rettungsdienst zur Verfügung.

Wichtig ist auch, dass die Kommunikation im Notfall gewährleistet ist, Kreis und Kommunen haben das durch Satelliten-Telefone sichergestellt. Bei einer Gasmangellage sollen in allen Kommunen des Kreises „Wärmestuben“ eingerichtet werden. Dennoch könnte die Verwaltung keine Rundumversorgung im Katastrophenfall vorhalten. „Wer Menschen in seinem Haushalt hat, die beatmet werden müssen, sollte auf jeden Fall einen zweiten Akku, besser noch ein Notstromaggregat besitzen“, rät Krisenstabsleiterin Petra Schreier. „Im Notfall können wir nicht garantieren, jedem einzelnen helfen zu können.“ Ein Ratgeber findet sich online unter www.bkkk-bund.de

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