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Grundstücksmarktbericht 2020

Immobilienpreise weiter gestiegen

Kreis Warendorf

In Telgte am teuersten, in Wadersloh am günstigsten: Dieser Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort. Davon abgesehen gibt es beim Grundstücksmarktbericht aber Veränderungen.

Von und

In Telgte am teuersten, in Wadersloh am günstigsten: Foto: Kreis Warendorf

Bei durchschnittlich etwa 209 Euro je Quadratmeter lag der Kaufpreis für ein Wohnbaugrundstück im vergangenen Jahr im Kreis Warendorf. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Warendorf hervor.

Dieser leitet anhand der von den Notaren eingereichten Kaufverträge Marktdaten über unbebaute und bebaute Grundstücke sowie über Eigentumswohnungen ab. Spitzenreiter bei den Grundstückspreisen je Quadratmeter ist die Stadt Telgte, die an Münster grenzt, mit fast 436 Euro. Mit etwa 134 Euro sind die Wohnbaugrundstücke in Wadersloh am günstigsten.

Mindestanzahl von zehn Grundstückskäufen nicht erreicht

Für drei Kommunen im Kreis Warendorf konnte kein Durchschnittspreis ermittelt werden: In Beelen, Ennigerloh und Oelde wurde die Mindestanzahl von zehn Grundstückskäufen nicht erreicht, die erforderlich ist, um einen durchschnittlichen Kaufpreis ermitteln zu können. Besonders begehrt waren hingegen Wohnungsbaugrundstücke in Sendenhorst, Ahlen und Ostbevern.

Grundstücke in Sendenhorst, Ahlen und Ostbevern besonders begehrt

Insgesamt stellt der Gutachterausschuss für das Jahr 2020 fest, dass die Zahl der Grundstückskäufe (bebaut und unbebaut) auf Vorjahresniveau geblieben ist. Es gingen 3263 Verträge beim Gutachterausschuss ein. Bei insgesamt 18 Prozent weniger Fläche stieg der Geldumsatz um zwölf Prozent auf mehr als 582 Millionen Euro. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Wohnbaulandflächen teurer geworden sind. Bei unbebauten Grundstücken ist ein starker Anstieg der Käufe, der umgesetzten Fläche und des Geldes zu erkennen“, erläutert Jens Hinrichs, Vorsitzender des Gutachterausschusses.

19,4 Prozent mehr Kaufverträge

Die Anzahl der Kaufverträge über unbebaute Grundstücke stieg um rund 19,9 Prozent auf 614, der Geldumsatz stieg um 21,1 Prozent auf mehr als 90 Millionen Euro. Die verkaufte Grundstücksfläche sank jedoch um rund 31 Prozent auf 187 Hektar.

Im Rahmen des Grundstücksmarktberichts wurde untersucht, wo die Käufer von Bauland im Kreis Warendorf beheimatet sind. Käufer aus Münster investierten größtenteils in Sendenhorst, Ahlen und Telgte. In Wadersloh stammten die meisten Käufer vor allem aus dem Kreis Soest. Kreisweit betrachtet, kamen die meisten Käufer aber aus dem Kreis Warendorf selbst.

Bei den bebauten Grundstücken nahm die Anzahl der Verkäufe um 2,9 Prozent auf 1035 Kauffälle ab. Der Geldumsatz stieg dabei um 7,3 Prozent auf fast 369 Millionen Euro. Es wurden 433 und damit 11,3 Prozent weniger Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Der mittlere Kaufpreis lag mit 319 472 Euro rund zehn Prozent höher als im Vorjahr. Spitzenreiter ist auch hier Telgte mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 481 598 Euro. Das Schlusslicht ist die Gemeinde Wadersloh. Hier wurde ein Durchschnittspreis von 249 136 Euro ermittelt.

226 Doppelhaushälften und Reihenendhäuser wurden veräußert – das ist ein Plus von 7,1 Prozent. Der mittlere Preis für neue Objekte lag bei rund 329 335 Euro, der für gebrauchte Objekte bei rund 259 416 Euro.

Anders als bei den Wohnbauflächen stellt sich die Situation bei den Gewerbegrundstücken dar. Mit 34 registrierten Käufen gewerblicher Bauflächen liegt ein Rückgang um 10,5 Prozent vor. Der mittlere Kaufpreis pro Quadratmeter von 37,19 Euro ist fast zwölf Prozent geringer als im Vorjahr. Die meisten Gewerbeflächen im Jahr 2020 wurden in Drensteinfurt und Ennigerloh gekauft.

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