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Agrarservice Wienhues mit zukunftsorientierter Investition

Kamera steuert modernes Hackgerät

Wadersloh

Hackgeräte sind aus der Mode gekommen. Aber jetzt ist die mechanische Bodenbearbeitung wieder auf dem Vormarsch, weil immer weniger Pflanzenschutzmittel und Wirkstoffe eingesetzt werden dürfen. Ein Beispiel aus Wadersloh.

Das eher unscheinbare Kameraelement (vorn) steuert das moderne Hackgerät des Agrarservice-Unternehmens von Theo (links) und Sebastian Wienhues. Foto: Neitemeier

Mit dem kameragesteuerten Hackgerät Chopstar mit Verschieberahmen will der Agrarservice Wienhues aus Wadersloh ab sofort bei der Feldarbeit punkten. „Zukunftsorientiert“ nennen Sebastian Wienhues und sein Vater Theo die Investition in die Maschine der österreichischen Landtechnikfirma Einböck, die in dieser Form mit Kamerasteuerung in der Region noch nicht sehr verbreitet ist.

Das Kameraelement ist im Vergleich zum gesamten Chopstar mit seiner Arbeitsbreite von sechs Metern eher klein und unscheinbar. Es soll beim Maishacken, bei der Unkrautbekämpfung oder bei der Einarbeitung von Stickstoff in den Boden aber große Wirkung zeigen. Schließlich gibt nicht mehr nur der Fahrer auf dem Traktor die Richtung beim Hacken beispielsweise der Maispflanzen oder Sonnenblumen vor, sondern die Kamera sorgt für die exakt zentrierte Ausrichtung der an einem modernen Verschieberahmen befestigten Gänsefuß-Schare zwischen den acht Pflanzenreihen.

Bis zu 25 Zentimeter wird der Rahmen mit den Hacken während der Fahrt je nach Situation auf dem Feld automatisch nach links und rechts bewegt. „Das erhöht die Arbeitsgenauigkeit, schützt die Pflanzen und verbessert die Unkrautbekämpfung sowie die Einarbeitung von Gülle“, sagt Sebastian Wienhues. Zusätzlich zur Kamera sei die Maschine noch mit einem Reihentaster ausgestattet, der „bei größeren Pflanzen bis kurz vor dem Reihenschluss eingesetzt werden kann“.

Hackgeräte habe es früher schon gegeben, ergänzt Theo Wienhues. Mit dem Einsatz von Spritzmitteln seien sie vielfach aus der Mode gekommen. „Jetzt ist die mechanische Bodenbearbeitung aber wieder auf dem Vormarsch, weil immer weniger Pflanzenschutzmittel und Wirkstoffe eingesetzt werden dürfen“, erläutert der Agrarservice-Experte die Entwicklung.

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