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Kampagne „Ausbildung 2021“

Karriere im Handwerk ausprobieren

Kreis Warendorf

„Es gibt keine Branche, in der es so viele Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt wie im Handwerk“, unterstreicht Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf. Sechs Kreishandwerkerschaften der Region haben sich jetzt mit der Lehrergewerkschaft GEW und dem DGB zusammengetan und die Kampagne „Ausbildung 2021“ gestartet.

Von Beate Kopmannund

Das Berufsbild des Maurers. Foto: AMH-online

Tauge ich für das Handwerk oder lasse ich besser die Finger davon? Diese Frage lässt sich am besten beantworten, indem man es ausprobiert. Genau darauf hoffen die Vertreter des Handwerks im Kammerbezirk Münster. Denn die Branche hatte schon vor Corona Probleme, Auszubildende zu finden. Die Pandemie hat diese Situation verschärft, da kaum Berufswahlorientierung stattfinden konnte. Sechs Kreishandwerkerschaften der Region haben sich jetzt mit der Lehrergewerkschaft GEW und dem DGB zusammengetan und die Kampagne „Ausbildung 2021“ gestartet.

Vor allem über Soziale Medien, aber auch über Plakate und Werbespots in Kinos und Radio will das Handwerk die Jugendlichen erreichen und auf die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Handwerk aufmerksam machen.

Frank Münstermann (Gastgeber), Egbert Streich (KH Emscher-Lippe-West), Volker Nicolai-Koß (DGB), Christop Bruns (KH Borken), Frank Tischner (KH Steinfurt-Warendorf), Ludger Blickmann (KH Recklinghausen), Sebastian Krebs (DGB), Melanie Lohmann (KH Münster) und Ulrich Müller (KH Coesfeld). Foto: Beate Kopmann

Das Ziel: Möglichst viele der noch freien Ausbildungsplätze besetzen. „Es gibt keine Branche, in der es so viele Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt wie im Handwerk“, unterstreicht Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf.

Viele Jugendliche fühlten sich in der Berufswahl unsicher. Und durch die Corona-Krise sei jetzt auch noch Unterstützung durch die Lehrer oft weggefallen, bedauert Melanie Lohmann, Geschäftsführerin der KH Münster. „Viele sagen jetzt: Dann gehe ich halt weiter zur Schule.“ Aus Sicht des Handwerks, aber auch der Gewerkschaften ist das keine gute Entscheidung. Schließlich sei die duale Ausbildung ein gutes Sprungbrett für die Karriere. Noch dazu stünden im Handwerk in den nächsten Jahren viele Betriebsübergaben an – das eröffne tolle Optionen.

Erfolgsmodell und Motor

Volker Nicolai-Koß (DGB) bezeichnete die duale Ausbildung als „Erfolgsmodell und Motor unserer wirtschaftlichen Kraft.“

Als Problem bezeichneten die Handwerksvertreter, dass viele Jugendliche von den 130 Handwerksberufen maximal 15 kennen. Daher sollen Jugendliche und Betriebe jetzt zusammengeführt werden. „Auch die Sommerferien können noch gut für ein Praktikum genutzt werden“, unterstreicht Tischner.

Interessierte Jugendliche finden unter „ausbildung2021.net“ interessante Links, 130 Handwerksberufe und natürlich den passenden Betrieb und Ansprechpartner. Ausbildungsplätze gibt es noch. Jetzt gilt also: einfach mal ausprobieren.

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