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Bürgermeister wollen kreativ Energie sparen

Kaum Wohnraum für Geflüchtete

Ostbevern

Die Bürgermeister rechnen miit mehr Flüchtlingen aus der Ukraine. Gleichzeitg wird der Wohnraum knapp – und noch immer ist offen, wer welche Rechnung bezahlt.

Im Heimathaus von Ostbevern tagten am Freitag die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises Warendorf. Foto: Beate Kopmann

Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht: Inzwischen wird der Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine knapp. Darauf weist Dr. Alexander Berger, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Warendorf hin. „Wir rechnen zum Winter mit mehr Flüchtlingen“, sagte er nach einer Konferenz der Bürgermeister in Ostbevern.

Bereits jetzt stiegen die Zuweisungszahlen. „Und die private Unterbringung ist am Limit“. Viele Menschen, die Flüchtlinge aufgenommen hatten, wollten nach Monaten nun ihre Privatatmosphäre zurück. Sammelunterkünfte wie Turnhallen würden derzeit aber noch nicht gebraucht.

Sorge bereitet den Bürgermeistern auch, dass sie bislang auf einem großen Teil der finanziellen Ausgaben für die Ukraine-Flüchtlinge sitzen bleiben. Bund und Land müssten hier dringend nachjustieren. Berger schätzt, dass derzeit etwa 60 Prozent der kommunalen Ausgaben nicht erstattet werden.

Eng mit dem Krieg in der Ukraine verbunden sei ferner die Energiekrise. Die Kommunen im Kreis Warendorf wollen weiter sparen und das Gebäudemanagement verbessern. „Wenig Potenzial sehen wir bei den Schulen“, sagte Waderslohs Bürgermeister Christian Thegelkamp. Schließlich werde dort wegen Corona auch ständig gelüftet werden müssen. Im Schulbereich gelte es, mit Augenmaß zu agieren.

Bei den Hallenbädern sei die Situation von Kommune zu Kommune verschieden. Einige denken daran, Öffnungszeiten zu kürzen oder die Wassertemperatur zu senken.

Auch in den Rathäusern und öffentlichen Gebäuden werde man Energie sparen. So müssten etwa die Flure nicht so warm sein wie die einzelnen Räume. Am Ende gehe es aber nicht nur darum, Gas zu sparen, sondern auch Strom. Letzterer werde ja beispielsweise auch für den Betrieb von Luftwärmepumpen gebraucht. Weiteres Einsparpotenzial gebe es bei der Straßenbeleuchtung. Diese nachts komplett auszuschalten, sei allerdings keine Option.

Viele Gedanken machen sich die Bürgermeister auch über die anstehende Regionalplanung. Denn wenn das Land raus aus der fossilen Energie wolle, gehe das nur mit den Kommunen. Diese wollen aber mitentscheiden, wo Potenziale etwa für Photovoltaik- oder Windkraftanlagen bestehen.

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