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Kinderbetreuung in allen Orten gesichert

Kita-Plätze für Einjährige: Die Nachfrage steigt

Kreis Warendorf

Vor allem im U3-Bereich werden mehr Betreuungsplätze benötigt. Und sollte die Prognose stimmen, dass die Geburtenrate wegen Corona deutlich steigen soll, wird sich dieser Trend wohl noch verstärken.

Beate Kopmann

Für immer mehr Kinder unter zwei Jahren werden Betreuungsplätze gewünscht. Foto: dpa

Die gute Nachricht zuerst: In allen zehn Städten und Gemeinden, die zum Kreisjugendamt gehören, gibt es genug Kita-Plätze. Darüber informierte Jugendamtsleiterin Anke Fröhlich den Fachausschuss. Insgesamt stehen im Kindergartenjahr 2021/2022 genau 6735 Kita-Plätze zur Verfügung – darunter 5095 für Kinder über drei Jahre. Weitere 1130 Plätze können von Zweijährigen in Anspruch genommen werden, Und 510 Plätze sind derzeit für Kinder unter zwei Jahren vorgesehen.

Frank Peters

„Eine deutliche Steigerung haben wir vor allem bei den Einjährigen“, sagte Frank Peters vom Jugendamt. Aber auch bei den Zweijährigen rechne er damit, „dass wir uns in den nächsten Jahren der 100-Prozent-Marke nähern“. Sprich: Für jedes zweijährige Kind muss auch ein Betreuungsplatz vorgehalten werden.

Insgesamt wurden im Vergleich zum Vorjahr 191 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen. Das hat auch zur Folge, dass sich der Anteil des Kreises an den Betriebskosten erhöht: Er steigt um rund 3,2 Millionen auf dann 22,8 Millionen Euro. Die Kostensteigerung sei aber auch auf das zweite beitragsfreie Kita-Jahr zurückzuführen. Das Land hatte pauschal eine Erstattung für ausgefallene Elternbeiträge festgesetzt. „Dabei gehören wir zu den Verlierern“, berichtete Susanne Darpe vom Jugendamt. „Mit den Elternbeiträgen hätten wir mehr Geld in der Kasse gehabt.“

Vor allem die Kalkulation der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sei eine „Wundertüte“, meinte Frank Peters. „Allein in Albersloh ist die Nachfrage nach Plätzen für Einjährige um 15 Prozent gestiegen.“ Das sei kaum zu planen. Mit Übergangslösungen habe man aber in jedem Ort eine Lösung finden können. Ob das so bleibt, ist fraglich. „Ärzte und Hebammen haben prognostiziert, dass die Geburtenrate wegen Corona um 30 Prozent steigt.“

Ausschussvorsitzende Valeska Grap (Grüne) hob hervor, dass Familien im Kreis Warendorf gut aufgehoben seien. Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei hier wegen der guten Möglichkeiten zur Kinderbetreuung gewährleistet.

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