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Solidaraktion in Beckum

Klares Bekenntnis zur Impfung

Beckum

Es ist keine Gegen-Demo zu den „Spaziergängern“ – aber ein öffentliches Zeichen für Solidarität in der Pandemie und für die Impfung. Auf Unterstützung hoffen die Beckumer bei einer Kundgebung am 6. Februar.

-bk-

Rufen zur Solidaraktion auf (v.l.): Felix Markmeier-Agnesens (SPD), Gregor Stöppel (FWG), Timo Przybylak (FDP), Pfarrdechant Rainer B. Irmgedruth, Markus Höner (CDU) und Nadhira de Silva (Grüne). Foto: Kopmann

Sie wollen ein Zeichen für Solidarität in der Corona-Pandemie setzen: die fünf im Rat der Stadt Beckum vertretenen Fraktionen sowie Vertreter der Kirchen. Am Samstag (6. Februar) rufen sie gemeinsam zu einer Solidaraktion rund um die Beckumer Propsteikirche auf. Beginn ist um 19 Uhr.

„Wir planen hier aber keine Gegen-Demo zu den ,Spaziergängern‘, die sonntags durch Beckum gehen“, betont Timo Przybylak (FDP). Gemeinsam mit seinen Kollegen von CDU, SPD, Grünen und Freien Wählern macht er deutlich, dass man auf eine breite Unterstützung durch die Bürger hofft.

Genau von denen sind schließlich viele Ratsvertreter angesprochen worden. Denn etliche Beckumer ärgern sich, weil ihre Stadt immer wieder im Zusammenhang mit den „Spaziergängen“ genannt wird. „Dabei stehen auf den Parkplätzen rund um unsere Kirche ganz viele Autos mit auswärtigen Kennzeichen“, gibt Pfarrdechant Rainer Irmgedruth zu bedenken.

Breites Bündnis aus allen Ratsfraktionen

Er wird am nächsten Samstag die Rede auf der Kundgebung halten. Ferner sollen dabei 39 Kerzen aufgestellt werden – für die 39 Corona-Toten, die es bislang in Beckum gibt. „Wir wollen jede Parteipolitik bei dieser Aktion vermeiden“, betonen Markus Höner (CDU) und Felix Markmeier-Agnesens (SPD). Vertreter der Politik würden deswegen nicht das Wort ergreifen.

Der „schweigenden Mehrheit“ eine Stimme geben

Beckum wolle sich so präsentieren, wie es sei: als eine offene Stadt, fügt Nadhira de Silva von den Grünen hinzu. Von den „Spaziergängern“ unterscheide man sich auch, „weil wir klar sagen, wofür wir sind“, ergänzt Gregor Stöppel (FWG) und meint damit das klare Bekenntnis zum Impfen.

Mit der Kundgebung wollen die Veranstalter auch der „Schweigenden Mehrheit“ eine Stimme geben. Um wieder ein „normales Leben“ zu haben, brauche es den Einsatz als Gemeinschaft genauso wie den Einsatz jedes Einzelnen. Die Impfung sei nach wie vor das wirksamste Instrument, um diese Krise zu beenden. Sie rette Leben und erreiche weniger schwerere Krankheitsverläufe.

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