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Pilotprojekte

Kreis Warendorf als Modellregion? Laumann dementiert

Kreis Warendorf

Neue Öffnungen nach Ostern: Diesen Ausblick gibt es jetzt im Kreis Warendorf. Einem Medienbericht zufolge wurde der Kreis vom Land als Modellregion für weitere Öffnungsschritte ausgesucht. Gesundheitsminister Laumann dementiert.

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Sicherheit durch Schnelltests? Im Kreis Warendorf soll es einem Medienbericht zufolge ein Pilotprojekt für weitere Öffnungen geben. Foto: Marijan Murat/dpa

Der Kreis Warendorf soll einem Medienbericht zufolge Modellregion für die Erprobung weiterer Öffnungsschritte werden. Das hat der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. In Nordrhein-Westfalen soll es demnach zudem in Aachen, Winterberg und Köln Pilotprojekte geben. Am Freitagmittag hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Bericht dementiert. Das sei „Quatsch“, sagte Laumann in einer Pressekonferenz. Die Modellprojekte würden noch unter Federführung des NRW-Wirtschaftsministeriums ausgewählt.

Der Kreis Warendorf ist bereits Modellregion für die Luca-App. Diese ermöglicht eine anonyme digitale Kontaktnachverfolgung. Das Zusammenspiel aus App und einem negativen Corona-Test soll den Besuch von Einzelhandelsgeschäften und Museen ermöglichen.

Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Mittwoch im Landtag angekündigt, solche befristeten Projekte „schnell nach Ostern“ zu ermöglichen. Dann könnte auch etwa erprobt werden, mit negativem Corona-Test wieder Kinos, Sport- oder Kulturveranstaltungen zu besuchen. Vorbildlich seien die Öffnungskonzepte in Tübingen. „Wir brauchen Tübingen überall“, sagte Laschet, allerdings „nicht Tübingen kopiert“.

Handel und Gastronomie „nicht Hauptinfektionsherde“

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte am Donnerstag in Düsseldorf gesagt, dass sein Ministerium und das Gesundheitsressort noch an Kriterien arbeiteten, nach denen beispielhafte Kommunen ihr öffentliches Leben teilweise wieder öffnen könnten. Man wolle „sehr schnell nach Ostern die Modellkommunen benennen können“. Pinkwart betonte, dass der Handel und die Gastronomie in der Pandemie nicht die Hauptinfektionsherde seien. „Aber wir müssen es jetzt auch nochmal allen zeigen, dass es wirklich so ist.“

Modellprojekte

Im jüngsten Corona-Beschluss von Bund und Ländern steht eine sogenannte Experimentierklausel, derzufolge im Rahmen von befristeten Modellprojekten in einigen Regionen mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept erlaubt ist, „einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen“. Bedingungen hierfür sind dem Papier zufolge zum Beispiel „lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis“ sowie klare Abbruchkriterien bei einem Misserfolg.

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