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„Kultourey“ lockt viele Gäste in die Innenstadt

Kunst in den Geschäften genießen

Warendorf

45 Schaufenster wurden in der vergangenen Woche geräumt, um Platz für Kunstwerke diverser Künstler zu schaffen. Am Samstag wurde die Ausstellung eröffnet.

Von Andreas Engbertund

Manfred Kronenberg, Beate Trautner, Rudolf Berger, Doris Kaiser und Heiner Kamp freuten sich über die Eröffung der Ausstellung „Kulturey“.Johannes Dröge betrachtet sein Kunstwerk „Der Eisbär“, das am Krickmarkt zu bewundern ist. Foto:

Es ist wieder etwas los in der Warendorfer Altstadt: Nach dem Lockdown haben die Einzelhändler geöffnet und zahlreiche Besucher schlendern über das Kopfsteinpflaster. In vielen Schaufenstern ist derzeit sogar mehr zu sehen, als nur die Waren der Händler. 45 Schaufenster wurden in der vergangenen Woche geräumt, um Platz für Kunstwerke diverser Künstler zu schaffen. Am Samstag wurde die Ausstellung offiziell eröffnet. Unter freiem Himmel waren neben einigen beteiligten Künstlern etliche Interessierte stehen geblieben, als der Startschuss für die wiederbelebte Reihe „Kulturey“ gegeben wurde. Und weil diejenigen, die sich auf die Suche nach allen Kunstwerken machen möchten, sich auf eine Tour durch die Innenstadt begeben müssen, steht die Ausstellung unter dem Titel „Kultourey“.

Nach einer zurückgezogenen, stillen Zeit kehre endlich wieder Leben in die Stadt zurück, dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser allen Beteiligten für ihren Einsatz. „Ich hoffe, dass diese Ausstellung – unsere Stadt als Galerie – weit über die Grenzen hinaus Besucher anzieht“, wünschte sie der Ausstellung viel Erfolg.

Die Ausstellung ist eine gemeinschaftliche Aktion des Kunstkreises Warendorf und der des Vereins WiWa. Dessen Geschäftsführer Heiner Kamp machte keinen Hehl daraus, dass er sich die Organisation einer solchen Ausstellung vor wenigen Monaten nur schwerlich vorstellen konnte: „Doch ich habe die Rechnung ohne die selbstständige Künstlerin Beate Trautner, den Vorsitzenden des Kunstkreises Warendorf, Manfred Kronenberg und Herrn Rudolf Berger vom Modehaus Ebbers gemacht“, zeigte er sich begeistert vom Engagement. Und davon, dass sich so viele Geschäfte mit einem Schaufenster an der „Kultourey“ beteiligen. Sein Dank galt den Sponsoren, die Fördersumme des Cityfonds in Höhe von 10 000 Euro noch einmal verdoppelten.

Als Vorsitzender des Kunstkreises freute sich Manfred Kronenberg über die Bandbreite der teilnehmenden Künstler. Während die 25-jährige Warendorferin Veronika Schreiner ihr erstes Exponat öffentlich zeigt, ist Johannes Dröge aus Sundern vor wenigen Wochen 90 Jahre alt geworden und ein seit Jahren international bekannter und anerkannter Künstler. Zu den einzelnen Kunstwerken und den Künstlern liefert ein bei allen teilnehmenden Geschäften kostenlos erhältliches Heftchen Informationen. Aber auch ein QR-Code an den jeweiligen Schaufenstern liefert weitergehende Hintergründe. Kronenberg betonte, dass sowohl im Internet, als auch im Begleitheft nur Ausschnitte der jeweiligen Kunstwerke gezeigt werden: „Wir wollen, dass Sie hier die Geschäfte besuchen und die Kunst in den Geschäften genießen“, lud er zur Tour durch die Altstadt ein. Zu sehen sind die Kunstwerke noch bis zum 12. Juli

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