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Seit Februar erst eine infizierte Person herausgefiltert

„Luca-App ist ein ziemlicher Flop“

Kreis Warendorf

Was für ein Hype um die Luca-App: Doch nach zwei Monaten wurde durch sie gerade mal eine infizierte Person vom Kreisgesundheitsamt herausgefiltert. Kommt die Stunde der App trotzdem – wenn wieder Öffnungen erlaubt sind?

Beate Kopmann

Foto: imago images/Friedrich Stark

Alle reden von der Luca-App. Auch die Verwaltungsspitze beim Kreis Warendorf. Der war schließlich seit dem 23. Februar die erste Modellregion in Nordrhein-Westfalen, die diese App einsetzt. Auf Nachfrage hatte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Anna Arizzi Rusche kürzlich allerdings gesagt, dass man bislang erst eine infizierte Person durch die Nutzung der App herausfiltern konnte. Karsten Koch (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Digitalisierung, sprach von einem „ziemlichen Flop“. Auf diesem Weg werde man die Pandemie nicht in den Griff bekommen.

Abgesehen vom bislang mäßigen Erfolg durch „Luca“ äußerten sich vor allem die Grünen auch grundsätzlich skeptisch zu dieser App: aus Datenschutzgründen. Hedwig Tarner ärgerte sich, dass der Kreis keine Alternativen geprüft habe. Sie verwies unter anderem auf die Corona-Warn-App, die jetzt auch zur Kontaktnachverfolgung genutzt werden könnte.

Stephan Niebrügge vom IT-Team des Kreises betonte dagegen, dass die Corona-Warn-App nicht das leisten könne, was Luca vermöge. Auch andere Alternativen seien nicht überzeugend. Kreisdirektor Dr. Stefan Funke zeigte sich zuversichtlich, dass die Luca-App noch von großem Nutzen sein werde, sobald beispielsweise die Gastronomie wieder geöffnet werde. Denn die App müsse natürlich auch genutzt werden, um von ihr profitieren zu können.

Auf jeden Fall profitiert hat der Kreis Warendorf von der Software Sormas – als erster Anwender in ganz NRW. Sormas habe eine sehr rasche Kontaktnachverfolgung möglich gemacht.

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