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Abtei Liesborn vermittelt Klostergeschichte auf spielerische Art

„Mönch ärgere dich nicht“

Kreis Warendorf

Kriegerische Nonnen und trinkfeste Brüder spielen mitunter ein böses Spiel. Was es damit auf sich hat, zeigt das Museum Abtei Liesborn in der Ausstellung „Mönch ärgere dich nicht“.

Von Beate Kopmann

Spielen und Mitmachen ist erlaubt. Das unterstreichen (v.l.): Foto: Beate Kopmann

Mit Klöstern verbinden die meisten Menschen wohl, dass diese nicht mehr in die Zeit gehören. Klosterkultur – das hat etwas Verstaubtes, fast schon Mittelalterliches. Und doch sind Klöster auch geheimnisvolle Orte, die etwas Mysteriöses ausstrahlen.

Kein Wunder also, dass viele Spiele-Produzenten diesen Markt entdeckt haben. Und auch das Museum Abtei Liesborn hat den Trend aufgegriffen und die Ausstellung „Mönch ärgere dich nicht“ konzipiert. Sie gibt Einblick in das Leben von kriegerischen Nonnen und trinkfesten Brüdern.

Lukas Boch vor dem „Ordensritters des 41. Jahrtausends“.Lukas Boch vor dem Foto:

Mehr als 100 Exponate von über 20 Leihgebern erzählen die Geschichte vom „Spielen im Kloster“ hin zum „Kloster im Spiel“. Und wer die Spiele selbst ausprobieren möchte, kann das auf den beiden Ausstellungsebenen gerne tun. „Der Brettspiel-Markt boomt. Und es gibt jedes Jahr mehr Titel mit historischem Hintergrund“, betont Kirchenhistoriker Lukas Block. Zusammen mit der Archäologin Anna Klara Falke arbeitet er am Projekt „Boardgame Historian“ mit. Es beschäftigte sich mit Geschichte in analogen und digitalen Spielen. Die beiden Wissenschaftler sorgen für die wissenschaftliche Expertise der Ausstellung, die von Kuratorin Yvonne Püttmann und Museumsleiter Dr. Sebastian Steinbach konzipiert wurde. Landrat Dr. Olaf Gericke freute sich, dass es gelungen sei, „sowohl die Gamer-Szene als auch das Liesborner Evangeliar einzubinden“.

Mehr als 100 Exponate sind in der Ausstellung zu sehen. Foto:

Das Museum erhofft sich, mit der Ausstellung insbesondere auch Kinder und Jugendliche anzusprechen. Denn die Ausstellung ist sehr unterhaltsam. Auch an Fantasy fehlt es nicht. Passend zur Ausstellungseröffnung am Sonntag (28. August) um 16 Uhr wird ein Schauspieler kommen und in die Uniform eines „Ordensritters des 41. Jahrtausends“ schlüpfen. Neben einem großen museumspädagogischen Rahmenprogramm besteht auch Gelegenheit, mit einigen Autoren zu sprechen, die die Spiele entwickelt haben.

Die Ausstellung ist vom 28. August bis zum 20. November geöffnet.

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