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51. Kammermusikfestival Liesborn startet am 14. Mai

Neue Akzente unter neuer Leitung

Liesborn

Nach fünf Jahrzehnten leitet nicht mehr Florian Meyer-Langenfeld das Kammermusikfestival, sondern Jörg Lopper. Er kündigt neue Akzente an.

Von Dierk Hartleb

Lauren Zhang (oben l.) gilt als Ausnahmepianistin. Foto:

Mit neuen Ideen und frischem Schwung geht das Kammermusikfestival in das 51. Jahr. Nach fünf Jahrzehnten hat Florian Meyer-Langenfeld den Stab an Jörg Lopper weitergegeben. „Wir führen das Festival in bewährter Form weiter und setzen zugleich einige neue Akzente“, sagt Lopper. Neu ist nicht nur die durchgängig frühere Anfangszeit der Konzerte um 19 Uhr, mit dem das Festival einem Wunsch vieler Besucher entspricht, sondern auch die Einführungsvorträge jeweils um 18.15 Uhr.

Eine Neuerung liegt dem ehemaligen Solo-Trompeter der Essener Philharmoniker besonders am Herzen: die Zusatzkonzerte für junge Leute, wobei es sich allerdings um geschlossne Veranstaltungen handelt.

Mit dem „Schumann-Quartett“, dem „blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft“ nachgesagt wird, ist der Auftakt vielversprechend. Es wagt sich an das „Hoffmeister“-Quartett Nr. 20 KV 499 von Wolfgang Amadeus Mozart und Beethovens Streichquartett op. 131. Die chinesisch-amerikanische Pianistin Lauren Zhang spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier und machte mit 16 Jahren als Gewinnerin des Wettbewerbs „BBC Young Musician“ Furore. Am 21. Mai spielt sie im Rahmen des Ricitals Kompositionen von Franz Liszt und Frédéric Chopin. Der aus Südafrika stammende Blockflötist und Echo-Preisträger Stefan Temmingh gehört zur Weltspitze. Am 28. Mai präsentiert er gemeinsam mit der Bachpreisträgerin Wiebke Weidanz (Cembalo) und Domen Marincic (Viola da Gamba) Musik des Barock.

Jörg Lopper

Ob Vivi Vassilevas Spiel auch das Liesborner Publikum von den Stühlen reißt, wie ihr anderorts nachgesagt wird, soll sich am 4. Juni zeigen, wenn sie mit dem brasilianischen Gitarristen Lucas Campara Diniz auf eine musikalische Reise mit Werken von Bach bis Piazzolla geht. Der 225. Geburtstag von Franz Schubert und der 175. Todestag von Felix Mendelssohn-Bartholdy stehen im Mittelpunkt des Konzertes mit dem preisgekrönten Trio Marvin am 22. Juni, das das Klaviertrio Es-Dur op. 100 D 929 von Franz Schubert und das Klaviertrio d-Moll op. 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy spielen wird. Der international gefragte Violinist Kirill Troussov hat für das Streichsextett von Tschaikowsky „Souvenir de Florence“ ein hochkarätig besetztes Ensemble zusammengestellt, das am 18. Juni zudem das Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36 von Johannes Brahms zu Gehör bringen wird.

Mit dem „Liesborner Debüt“, bei dem sich die junge musikalische Elite des Landes die Ehre gibt, endet das Festival am 19. Juni. „Es gibt noch Restkarten“, sagt Lopper. Karten: ' 0 25 23 / 950 10 55 oder per E-Mail an sylvia.hohenhorst@wadersloh.de.

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