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Kreistagswahl: Programm der SPD

ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge

Kreis Warendorf

Den ÖPNV stärken und für bezahlbaren Wohnraum sorgen – das sind die Schwerpunkte im Wahlprogramm der SPD.

Beate Kopmann

Eine bessere Taktung de Foto: Klaus Meyer

Zwei zentrale Ziele hat die SPD in ihrem Programm zur Kreistagswahl: „Wir wollen den ÖPNV stärken und für bezahlbaren Wohnraum sorgen“, sagt Dennis Kocker, der sowohl Landratskandidat als auch Spitzenkandidat bei der Kreistagswahl ist.

Dennis Kocker

„Es geht darum, die regionalen Busverkehre besser zu takten. In Ahlen kommt man nach 18.30 Uhr zum Beispiel noch nicht einmal vom Außenbereich in die City.“ Aber auch Bus und Bahn müssten besser aufeinander abgestimmt werden. Es könne nicht sein, dass der Fahrgast am Oelder Bahnhof ankommt und der Bus dann vor vier Minuten abgefahren ist. „Der ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge. Um gleichzeitig das Klima zu schützen, fordern wir das 365-Euro-Ticket.“ So viele Euro sollen Fahrgäste zahlen, um den öffentlichen Nahverkehr in Städten und Gemeinden ein Jahr lang zu nutzen.

Ferner, so Kocker, trete die SPD für die Reaktivierung der WLE (Westfälische Landeseisenbahn) bis nach Lippstadt an.

Dennis Kocker Foto: chrisbraun.net

Weil die Partei den „überdimensionierten Ausbau der B 64“ ablehne, müsse die parallel verlaufende Bahnlinie gestärkt werden – etwa durch noch kürzere Taktungen sowie beschrankte Bahnübergänge.

Das zweite große Ziel sei die Steigerung des öffentlichen Wohnungsbaus.

„Die letzten aktuellen Zahlen besagen, dass im Kreis Warendorf im Jahr 2017 nur 36 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut wurden. Das ist ein Witz.“

In Abstimmung mit den Kommunen könne die SPD sich vorstellen, in Baugebieten feste Quoten für öffentlich geförderten Wohnraum festzuschreiben. „Auch eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft würde Sinn machen.“

Ein massiver Kita-Ausbau steht ebenfalls auf der Agenda der SPD. „Liegt das Familieneinkommen unter 37 000 Euro, soll keine Kita-Gebühr gezahlt werden“, sagt Kocker. Denn im Vergleich mit umliegenden Kommunen seien die Gebühren des Kreisjugendamtes zu hoch.

Für deutlich ausbaufähig hält die SPD auch den Service der Kreisverwaltung. „Auf die Zulassung eines Autos muss man wochenlang warten.“ Die SPD wolle insgesamt eine eher „aufsuchende Kreisarbeit“ – sodass Asylbewerber zum Beispiel nicht von Telgte nach Ahlen fahren müssen.

Außerdem soll im Kreishaus künftig eine neue Stelle geschaffen werden für einen Ansprechpartner, der allen Ehrenamtlichen zur Verfügung steht.

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