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Tipps von Verbraucher- und Wohnberatung

Plötzlich Pflegefall – was tun?

Kreis Warendorf

Ein Sturz, eine schwere Krankheit – und plötzlich ist man Pflegefall und braucht Unterstützung. Auch technische, wenn man in den eigenen vier Wänden bleiben will. Wo Hilfe zu holen ist, machen die Pflege- und Wohnberatung des Kreises sowie die Verbraucherberatung gemeinsam deutlich.

Von Beate Kopmann

Stellen vor, worauf man achten sollte, wenn plötzlich der Pflegefall eintritt (v.l.): Judith Spittler, Leiterin der Verbraucherzentrale Ahlen, und Beate Baldus, Leiterin der Pflege- und Wohnberatung Foto: Beate Kopmann

Bleibende Schäden hat sie zum Glück nicht. Aber nach einem Sturz kommt die 82-Jährige die Treppe nicht mehr hoch. Jetzt ist guter Rat teuer. Im wahrsten Sinn des Wortes.

„Ein Treppenlift kostet zwischen 3500 und 15 000 Euro“, erläutert Judith Spittler, Leiterin der Verbraucherzentrale Ahlen. Gemeinsam mit Beate Baldus, Leiterin der Pflege- und Wohnberatung des Kreises Warendorf, erläutert sie, worauf man achten muss, wenn der Pflegefall eintritt und von jetzt auf gleich Veränderungen in der Wohnung vorgenommen werden müssen: vom Treppenlift bis zur ebenerdigen Dusche.

Bis zu 4000 Euro Zuschuss für Treppenlift

Denn die notwendigen Hilfsmittel stellen für manche eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Aber es gibt Hilfen – oft sowohl von der Pflege- als auch von der Krankenversicherung. „Ganz wichtig ist: Man muss sich erst beraten lassen und darf erst danach einen Antrag auf Förderung stellen“, betont Spittler. Das zahlt sich aus. Denn immerhin bis zu 4000 Euro Zuschuss gewähren die Pflegekassen für einen Treppenlift.

Aber auch für viele andere Maßnahmen bei der so genannten Wohnraumanpassung gibt es Zuschüsse oder günstige Kredite, hebt Beate Baldus von der Pflegeberatung des Kreises hervor. Sie und ihre Kollegen beraten Menschen jeden Alters rund ums Thema Pflege und Wohnen – gerne auch im Rahmen eines Hausbesuchs. „Ich bitte die Leute in der Regel, dass sie auch einmal in die Dusche steigen. Dann sieht man meist sofort, welche Haltegriffe fehlen“, nennt Baldus ein Beispiel. Hilfsmöglichkeiten gebe es im Übrigen auch, wenn noch kein Pflegegrad vorliege.

Unterstützung auch ohne Pflegegrad

Wichtig sei ferner, beim Kauf auf Details zu achten, sagt Spittler. So gebe es Anbieter, die zwar günstige Lifte verkaufen – aber zum Vertrag gehöre eine völlig überteuerte Wartung, die in den ersten zwei Jahren sowieso nicht benötigt werde. „Und solange der Lift quietscht und ruckelt“, sollte man die Rechnung besser nicht begleichen“, so die Verbrauchberatung. Sie berät zum altersgerechten Umbau unter ahlen@verbraucherzenrtrale.nrw sowie auch telefonisch,

 0 23 82 / 9 61 31 01 oder

 0 25 81 / 53 13 13. Weitere Beratung rund ums Thema Pflege und Wohnen:

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