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Daldrup kommt über die Liste in den Bundestag / Niedostadeks Einzug noch offen

Rehbaum holt das Direktmandat

Kreis Warendorf

Henning Rehbaum ist der strahlende Sieger. Der CDU-Kandidat hat das Direktmandat geholt. SPD-Kontrahent Bernhard Daldrup zieht über die Liste ein. Ob das auch bei FDP-Mann Dr. Oliver Niedostadek klappen wird, ist noch offen.

Von Beate Kopmann

Der strahlende Sieger: Henning Rehbaum Foto: Reinhard Baldauf

Bis zum Schluss Nervenkrimi: Erst um 23.23 Uhr war die Bundestagswahl im Kreis Warendorf ausgezählt. Es hakte in Hoetmar, wo es erhebliche Probleme beim Auszählen gab. Dass Henning Rehbaum (CDU) der direkt gewählte Abgeordnete im Kreis Warendorf ist, war aber schon klar, bevor alle 260 Wahlbezirken ausgezählt waren.

Auch Bernhard Daldrup (SPD) kann erneut in den Bundestag einziehen. Platz 9 auf der SPD-Landesliste reicht. Für Dr. Oliver Niedostadek (FDP) war der Wahlabend allerdings eine echte Zitterpartie. Die FDP in NRW hat schlechter abgeschnitten als gedacht. Ob Platz 22 auf der Landesliste noch ziehen wird, war bis Redaktionsschluss unklar.

Die Hoffnung, dass der Kreis Warendorf künftig mit drei Abgeordneten im Bundestag vertreten sein wird, könnte damit ein Traum geblieben sein.

Allerdings konnte auch CDU-Kandidat Rehbaum (Albersloh) an das gute Ergebnis seines Vorgängers nicht anknüpfen. Der 47-Jährige erhielt 36,3 Prozent der Wählerstimmen. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 war der CDU-Abgeordnete Reinhold Sendker noch auf 46,4 Prozent gekommen. Rehbaum ist mit dem Ergebnis dennoch gut zufrieden. „Ein herzlicher Dank an die Wähler, jetzt hoffe ich, dass es mit Jamaika klappt.“

Beiter Beifall für Bernhard Daldrup im Restaurant der Ahlener Stadthalle schon nach der ersten Hochrechnung. Foto: Ulrich Gösmann

SPD-Kontrahent Bernhard Daldrup (Sendenhorst) freute sich über 30,8 Prozent – eine deutliche Verbesserung, bei der letzten Bundestagswahl verbuchte der heute 65-Jährige 27,9 Prozent der Stimmen.

Etwas verbessern kann auch FDP-Kandidat Dr. Oliver Niedostadek (Telgte) sein Erststimmenergebnis. Er kam auf 7,8 Prozent. Der 47-Jährige war bereits 2017 als reiner Zählkandidat angetreten und hatte damals 7,0 Prozent der Stimmen bekommen.

Noch zu Beginn dieses Wahlkampfs hatte der Telgter keineswegs mit einem Einzug in den Bundestag gerechnet. Doch die Umfragen hatten ihn zuletzt hoffen lassen, dass es wohl reichen würde – woraufhin Niedostadek bereits das Hotel in Berlin buchte. Ob er das wirklich braucht, blieb bis in die Nacht offen.

Jessica Wessels, Direktkandidatin der Grünen, ist mit ihrem Wahlergebnis ebenfalls sehr zufrieden. Die 41-Jährige verbuchte 12,9 Prozent der Stimmen für sich. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei der letzten Wahl, als Marion Schniggendiller auf 5,5 Prozent der Stimmen kam. Wessels hatte allerdings von Anfang an keine Chance auf einen Einzug in den Bundestag, weil sie keinen Listenplatz hatte.

Alle anderen sechs Direktkandidaten im Kreis Warendorf waren ebenfalls chancenlos. Einige waren mit ihrem Abschneiden dennoch zufrieden.

Bei den Zweitstimmen kam die CDU auf 31,4 Prozent, die SPD auf 29,0, die FDP auf 11,1 Prozent und die Grünen auf 14,2 Prozent.

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