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Modellkreis für Projekt zur Klimasicherheit

Risiken für Firmen verringern

Kreis Warendorf

Der Klimawandel birgt Gefahren. Das Projekt „KlimaSicher“ will Unternehmen dafür sensibilisieren und sie bei Schutzmaßnahmen unterstützen. Der Kreis Warendorf nimmt als einer von drei Modellkreisen daran teil.

wn

Umweltdezernent Dr. Herbert Bleicher (l.) und Klimaschutzmanager Marcel Richter machen auf das Projekt „KlimaSicher“ aufmerksam, an dem der Kreis Warendorf beteiligt ist. Foto: Kreis Warendorf

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Aspekte, die in vielen Unternehmen schon heute einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Klimaanpassung hingegen ist ein Handlungsfeld, das insbesondere mit Blick auf die Wirtschaft noch in den Kinderschuhen steckt. Starker Schneefall wie im vergangenen Winter, Hitzeperioden oder Stürme können jedoch immense Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen anrichten und Kosten verursachen, die zu einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit führen können.

Genau darum geht es in dem Projekt „KlimaSicher“, an dem der Kreis Warendorf als einer von drei Modell-Kreisen derzeit beteiligt ist. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und einer Kofinanzierung des Landes NRW soll „KlimaSicher“ Betriebe in den Kreisen Warendorf, Soest und Siegen-Wittgenstein für Klimawandelgefahren sensibilisieren und sie dabei unterstützen, sich zu schützen.

„Trügerisches Sicherheitsgefühl“

Zu Beginn des Projekts wurden Gespräche mit über 20 Unternehmen im Projektgebiet, davon sieben aus dem Kreis Warendorf, geführt. In der ersten Video-Beiratssitzung wurden im Januar bereits erste Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere ein „trügerisches Sicherheitsgefühl“, eine „geringe Gefahreneinschätzung“ sowie „geringes Erfahrungswissen“ Faktoren sind, die Unternehmen bislang von Anpassungsmaßnahmen abgehalten haben. „Die Auswertung der Interviews zeigt deutlich, wie wichtig Information und Sensibilisierung sind, um die Anpassung an den Klimawandel voranzutreiben. Das Projekt setzt dabei an der richtigen Stelle an“, ist Dr. Herbert Bleicher, Umwelt- und Planungsdezernent des Kreises, überzeugt. „Nicht alle Unternehmen sind gleichermaßen von Klimawandelgefahren betroffen“, ergänzt André Hackelbusch, Leiter des Amts für Umweltschutz und Straßenbau beim Kreis. Eine umfassende Klimawirkungsanalyse soll daher die Gewerbegebiete und Unternehmensstandorte im Kreis ausfindig machen, die ein besonders hohes Risiko für Klimawandelgefahren aufweisen, um dann zielgerichtete und passgenaue Anpassungsstrategien und Maßnahmen entwickeln zu können. Diese werden durch einen qualifizierten Berater in Workshop-Reihen, aber auch kostenlose Vor-Ort-Beratungen in den Unternehmen diskutiert und vermittelt. Die Beratung der interessierten Unternehmen soll im Sommer beginnen. Unternehmen, die Interesse an der Mitarbeit in den Workshops und an der Beratung haben, können sich auf der Projektwebsite informieren.

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