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Coronavirus

Sechs Infizierte in Schlachtbetrieb bei Tönnies

Kreis Warendorf/G...

Sechs im Kreis Warendorf wohnende Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie und weitere Mitbewohner müssen nun in Quarantäne.

Henning Tillmann

Sechs Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück sind am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: imago images/Kirchner-Media

Die Infizierten waren in zwei Mehrfamilienhäusern im Oelder Ortsteil Stromberg zusammen mit rund 42 weiteren Mitarbeitern des Unternehmens untergebracht. Letztere sind nun vorsorglich von der Stadt Oelde und dem Kreisgesundheitsamt Warendorf in Quarantäne geschickt worden.

Die sechs positiv getesteten Mitarbeiter aus dem Kreis Warendorf sind vom Unternehmen in Quarantäne-Wohnungen in Gütersloh untergebracht worden und werden dort durch das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh betreut. Sie tauchen deshalb auch nicht in der Statistik des Kreises Warendorf auf.

Unternehmen testete Mitarbeiter selbst

Getestet wurden die Mitarbeiter vom Unternehmen selbst. Die Gruppe, die rund 11.000 Mitarbeiter beschäftigt, hatte in der vergangenen Woche als Ergänzung zu den behördlichen Corona-Reihentestungen mit eigenen Untersuchungen in betriebseigenen Testcentern begonnen und die Mitarbeiter gebeten, sich beispielsweise nach Urlaubsreisen oder in Verdachtsfällen Tests zu unterziehen.

Nach Bekanntwerden der Fälle wurden noch am Donnerstag die beiden Mietshäuser in Oelde inspiziert. Dem Vernehmen nach handelt es sich dabei nicht um Massenunterkünfte, sondern um normale Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern. „Vor Ort erhielten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auch einen Eindruck von den Hygienebedingungen in den Wohnungen. Diese waren in keiner Weise zu beanstanden“, teilte die Kreisverwaltung Warendorf mit.

Vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet

Weil aber die Kontakte der Mitarbeiter untereinander nicht genau zu ermitteln waren, haben das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf und das Ordnungsamt der Stadt Oelde für alle 42 Mitbewohner der Erkrankten vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet. Diese wird 14 Tage dauern. In dieser Zeit werden die Betroffenen von ihrem Arbeitgeber verpflegt und versorgt.

Wie die Kreisverwaltung Warendorf zudem am Freitag mitteilte, seien die Reihentestungen bei allen 13 Schlachtbetrieben des Kreises abgeschlossen worden. Dabei handele es sich vorwiegend um sehr kleine Betriebe, sodass insgesamt nur 56 Tests gemacht wurden. Alle fielen negativ aus.

Erntehelfer und Saisonarbeiter im Fokus

Seit vergangener Woche sind zudem die Erntehelfer und Saisonarbeiter besonders im Fokus. Das allerdings ohne konkreten Verdacht, weshalb die Teilnahme für die Betriebe auch freiwillig und rein präventiv ist. Getestet wird nur bei Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern. Insgesamt werden voraussichtlich Abstriche von 1200 Erntehelfern untersucht. Dafür setzt der Kreis auf die Mithilfe des DRK und der Malteser, die vor Ort die Abstriche nehmen. Bisher gab es 415 Tests. Alle fielen negativ aus.

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