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„Vorbildfrauen im Münsterland“

Sophia Klein überwindet Klischees

Kreis Warendorf

Sophia Klein ist eine „Vorbildfrau“ im Münsterland. Sie hat bei der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG einen Berufsweg eingeschlagen, den nur wenige Mädchen und Frauen gehen.

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Als technische Vertriebsingenieurin bei der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG genießt Sophia Klein einen vielfältigen Arbeitsalltag Foto: Teamfoto Marquardt/Competentia Münsterland

Technische Produktdesignerin, Maschinenbauingenieurin und Masterstudentin: Sophia Klein ist gerade einmal 24 Jahre jung, kann aber bereits auf einen erfahrungsreichen beruflichen Lebensweg blicken. Begonnen mit einer Ausbildung und einem dualen Studium arbeitet sie heute als technische Vertriebsingenieurin bei dem Maschinen- und Anlagenhersteller Bernd Münstermann GmbH & Co. KG in Westbevern.

„Einfach ausprobieren“ – das ist die Devise der Münsteranerin, die einen Weg eingeschlagen hat, den auch im Jahr 2021 nur wenige junge Mädchen und Frauen gehen. Vielfältig und abwechslungsreich: So beschreibt Sophia Klein begeistert ihren Arbeitsalltag. Neben der Arbeit absolviert sie aktuell den Master of Business Administration.

Persönlichen Interessen nachgegangen

Im Rahmen der Interviewreihe „Vorbildfrauen im Münsterland“ stellt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Münsterland Frauen aus der Region und ihre beruflichen Wege vor. Frauen, die sich nicht von Rollenbildern und Klischees haben abhalten lassen, und ihren persönlichen Interessen nachgegangen sind. Frauen, die sich in noch immer männerdominierten Berufen engagieren. Frauen, die mit ihren Einstellungen, Ansichten und Tätigkeiten zu der bunten, vielfältigen Arbeitswelt im Münsterland beitragen.

Motiviert, begeisterungsfähig und immer in Bewegung kann die Münsteranerin beschrieben werden, die ihre Erfahrungen auch gerne weitergibt. „Ein großes Problem, das existiert: Vielen Schülerinnen fehlt der Bezug, was man mit einem Ingenieurstudium alles machen kann“, fasst die 24-Jährige zusammen. Die Chancen, Potenziale und Möglichkeiten für junge Frauen in MINT-Berufen sind groß, das sollten viel mehr nutzen, ist sie sich sicher.

Erfahrungen mit Geschlechterklischees

Ehrlich und offen erzählt Sophia Klein von ihren Erfahrungen mit Geschlechterklischees, die Probleme bei der Berufsfindung und der Bedeutung von Vorbildern für junge Mädchen. „Je mehr Menschen Beispiele gezeigt bekommen, dass Vorurteile und Stereotype nicht berechtigt sind, desto mehr Effekt hat das auch für die gesamte Gesellschaft. Es ist ein langer Prozess. Aber man sieht schon, dass sich etwas ändert,“ blickt sie der Überwindung von Rollenbildern optimistisch entgegen.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Münsterland unterstützt kleine und mittlere Betriebe bei der Etablierung einer frauen- und familienbewussten Personalpolitik. Das Projekt wird von der Handwerkskammer Münster getragen und vom Kooperationspartner Forschung.

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