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Landtagskandidatur

SPD kürt Werning und Pomberg

Kreis Warendorf

Frederik Werning und Ralf Pomberg gehen für die SPD in den Landtagswahlkampf. Werning tritt im Südkreis an, Pomberg im Nordkreis.

Von Beate Kopmann

Ralf Pomberg (2.v.l.) aus Beelen und Frederik Werning (2.v.r.) aus Ahlen gehen für die SPD in den Landtagswahlkampf. Pomberg tritt im Nordkreis an, Werning im Südkreis. Zu den ersten Gratulanten nach der Wahl zählten die Vorstandsmitglieder Christiane Seitz-Dahlkamp und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Dennis Kocker. Er vertrat den Kreisvorsitzenden Bernhard Daldrup, der zeitgleich an den Koalitionsverhandlungen in Berlin beteiligt war. Foto: Beate Kopmann

Beste Stimmung bei der SPD im Kreis Warendorf: Sie kürte am Montagabend bei der Kreisdelegiertenkonferenz in der Stadthalle Ahlen ihre Landtagskandidaten.

Frederik Werning (Ahlen) geht im Südkreis ins Rennen, und Ralf Pomberg (Beelen) tritt im Nordkreis an. Beide Kandidaten setzten sich gegen innerparteiliche Konkurrenz durch.

Pombergs Gegenkandidatin im Nordkreis (Wahlkreis 86) war die Warendorferin Andrea Kleene-Erke. Die Delegierten stimmten aber mit 54:43 Stimmen für Pomberg. Der 48-jährige aus Beelen ist gelernter Installateur und warb dafür, nicht nur Studierte in die Parlamente zu holen. Mehrfach brach der Beelener eine Lanze für das Handwerk. „Ohne Handwerk schaffen wir die Energiewende nicht“, nannte er ein Beispiel. Denn es müsse auch Menschen geben, die etwa Solardächer montieren können. Insgesamt habe die SPD aber einen guten Plan für die Bereiche Bildung und Familie. „Und ich möchte dabei sein, diesen Plan umzusetzen“, sagte Pomberg.

Seine Gegenspielerin Kleene-Erke dagegen konnte mit ihrer Rede die Delegierten nicht von sich überzeugen. Die Warendorferin war bereits vor vier Jahren als Landtagskandidatin angetreten. Genosse Andreas Hornung aus Warendorf warb vor der Abstimmung noch für Kleene-Erke – mit dem Hinweis, dass sie eine bessere Ausgangsposition haben könnte, um als erneut antretenden Kandidatin auf der Landesliste abgesichert zu werden. Kein unwichtiger Aspekt, da bislang im Nordkreis immer ein CDU-Kandidat oder Kandidatin das Direktmandat geholt hatte. Doch auch dieses Argument überzeugte nicht.

Ganz anders sieht es im Südkreis (Wahlkreis 87) aus. Hier lag oft die SPD vorne. Gewerkschaftssekretär Frederik Werning aus Ahlen setzte sich mit einer sehr deutlichen Mehrheit gegen den Beckumer Gilbert Wamba durch – mit 84:14.

Im Vorfeld der Abstimmung hatte sich der Kreisvorsitzende der Jusos, Marco Zaremba, klar für Werning und Pomberg als Landtagskandidaten ausgesprochen.

Der 31-jährige Werning erinnerte zunächst an den tollen Wahlerfolg der SPD bei der Bundestagswahl – auch im Kreis Warendorf. Diesen Schwung gelte es für die Landtagswahl mitzunehmen. „Marschrichtung ist das Direktmandat im Süd- und im Nordkreis“, betonte Werning

Der Ahlener erinnerte an die hohe Kinderarmut m Land. „Das ist doch beschämend.“ Diese zu bekämpfen werde ein wichtiges Ziel seiner Arbeit werden. Der Geldbeutel und das Bildungsniveau der Eltern dürften nicht länger über die Bildungschancen von Jugendlichen entscheiden.

Stark machen will sich der Gewerkschaftssekretär ferner dafür, SPD und Gewerkschaften wieder enger zusammenzuführen.

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