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23-Jähriger gestorben

Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage

Kreis Warendorf

Ein 23-jähriger Mann ist an den Folgen einer Stichverletzung gestorben. Die Staatsanwaltschaft Münster hat nun gegen den mutmaßlichen Täter aus Beckum Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben.

wn

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Die Staatsanwaltschaft Münster hat gegen einen 29-jährigen Mann aus Beckum Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben. Nach dem Abschluss der Ermittlungen wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeschuldigten vor, am 8. Dezember 2020 gegen 20.05 Uhr in der Innenstadt von Beckum einen zu diesem Zeitpunkt (noch) 22 Jahre alten Mann heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen mit einem Messerstich derart schwer verletzt zu haben, dass der (inzwischen) 23-Jährige am 11. Dezember 2020 an den Folgen dieser Stichverletzung verstarb.

Angeschuldigter äußerst sich nicht zum Tatvorwurf

Der Angeschuldigte und der Verstorbene kannten sich nach den durchgeführten Ermittlungen nicht. Der angeklagten Tat gingen daher nach Bewertung der Staatsanwaltschaft keine persönlichen Differenzenoder bereits länger andauernde Streitigkeiten voraus. Vielmehr sollen sich der Angeschuldigte und der 22-Jährige – beide jeweils in weiblicher Begleitung – zufällig begegnet sein. Es soll bei dieser Begegnung zu einem kurzen Wortwechsel zwischen den beiden Männern gekommen sein, der nach Bewertung der Staatsanwaltschaft von dem Angeschuldigten ausgegangen ist. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung soll es dabei nicht gekommen sein.

Direkt nach diesem verbalen Disput soll der Angeschuldigte mit einem hinter dem Rücken verborgen gehaltenen Messer auf den 22-Jährigen zugegangen sein, ihm dann unvermittelt mit dem Messer einen Stich in den Oberkörper versetzt und dabei direkt das Herz getroffen haben. An den Folgen dieser Stichverletzung verstarb der junge Mann am 11. Dezember 2020 im Universitätsklinikum Münster. Der Angeschuldigte hat sich zu dem Tatvorwurf nicht geäußert.

Als mögliches Motiv für die vorgeworfene Tat nimmt die Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt an, dass sich der Angeschuldigte allein durch den Wortwechsel mit dem Verstorbenen gekränkt gefühlt haben könnte.

Gegenwärtig geht die Staatsanwaltschaft nicht davon aus, dass der Angeschuldigte zum Zeitpunkt der angeklagten Tat unter einem relevanten Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln stand.

Der Angeschuldigte, für den die Unschuldsvermutung gilt, befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Das Landgericht Münster hat jetzt über die Zulassung der Anklageschrift zu entscheiden.

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