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Jahresbericht Verbraucherzentrale

Thema Dienstleistung im Lockdown vorne

Kreis Warendorf

Persönliche Beratungen waren über die Lockdown-Monate für die Verbraucherzentrale nur digital möglich. Ab dem 7. Juni soll es aber tatsächlich auch wieder mit Beratungen in den Räumlichkeiten der Verbraucherzentrale losgehen. Das kündigte Judith Spittler im Rahmen des Jahresberichts der Verbraucherzentrale an.

Joachim Rölfing und Judith Spittler von der Verbraucherzentrale stellten mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger (v. r.) den Jahresbericht vor. Foto: Ralf Steinhorst

Das Jahr 2020 war auch bei der Verbraucherzentrale von der Coronapandemie geprägt. In ihrem Jahresbericht gaben deren Leiterin Judith Spittler und Energieberater Joachim Rölfing in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Alexander Berger eine Übersicht über ihre Tätigkeiten.

Mehrere Monate während des Lockdowns waren die Räumlichkeiten der Verbraucherzentrale in Ahlen, Rathaus, Westenmauer 10 sowie beim Kreis in Warendorf im Jobcenter an der Südstraße für ratsuchende Bürger tabu. „Ab dem 7. Juni geht es aber wieder in die persönlichen Beratungen“, kündigte Judith Spittler an. Die Lockdown-Zeit war mit viel Aufwand verbunden. Beratungen konnten nur am Telefon erfolgen, bei Vertragsfragen erschwert durch das nachträgliche Einreichen von Unterlagen per E-Mail oder Post, um so Gespräche fortführen zu können. Organisatorische Folge war, dass sich die Verbraucherberatung digitaler aufgestellt hat. Durch eine neue Telefonanlage wurden auch Servicezeiten der Corona-Hotline der Landeszentrale in Düsseldorf übernommen. Teilweise erfolgten die Beratungen im Home-Office.

Die Pandemie hat auch zu einer Verschiebung von Themenschwerpunkten bei den Ratsuchenden geführt. Der gewohnte Spitzenbereich Telefonverträge (zwölf Prozent) fiel hinter die Themen Dienstleistungen (25 Prozent), Energieberatungen (1 7 Prozent) und Freizeit (16 Prozent) auf Platz vier zurück. Schlusslicht waren Fragen zum Thema Konsumgüter (10 Prozent).

Senkrechtstarter Freizeit

Im Dienstleistungsbereich war vor allem die Unterstützung zu Handwerkerrechnungen, Autoreparaturen oder zu Mietrecht gefragt. Pandemiebedingt wurden Auskünfte gerade zum Thema Freizeit gesucht. „Freizeit war der Senkrechtstarter“, bilanzierte Judith Spittler. Im Fokus standen dort Reiseangelegenheiten wie Rückerstattungen nicht angetretener Reisen oder ausgefallener Veranstaltungen sowie Fragen zu Verträgen. mit Fitnessstudios.

Betrügereien bei Bestellungen im Internet waren im Konsumbereich typische Pandemiefälle, aber auch die Telefonwerbung hat richtig angezogen. „Man sollte nie persönliche Daten am Telefon herausgeben“, riet Judith Spittler. Auch die Energieberatungen konnten nur telefonisch durchgeführt werden. „Hauseigentümer wollen runter von fossilen Energieträgern“, hat Joachim Rölfing einen Beratungsschwerpunkt aufgrund der steigenden CO2-Bepreisung registriert und wies auf lukrative Bundes- und Landesförderungen hin. Allerdings müsse jeder Fall individuell behandelt werden. „Die Energieberatung bringt uns als Kommune unseren Klimazielen näher“, stellte Dr. Alexander Berger fest. Judith Spittler ergänzte: „Telefonisch rechtliche Erstberatungen sind kostenfrei, manchmal reicht es schon, die Verbraucherzentrale im Rücken zu haben, um berechtigte Rechtsansprüche durchzusetzen.“

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