1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreisseite-warendorf
  6. >
  7. Trügerische Sicherheit

  8. >

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

Trügerische Sicherheit

Kreis Warendorf

Mit durchweg positiven Zahlen fiel die Verkehrsunfallstatistik des Kreises Warendorf auf. Rückläufige Zahlen seien allerdings pandemiebedingt, so warnte der Landrat.

Marion Bulla

Landrat Dr. Olaf Gericke und die Abteilungsleiterin Polizei Andrea Mersch-Schneider stellten die Verkehrsunfallstatistik vor. Foto: Marion Bulla

Die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik, die Dr. Olaf Gericke am Mittwoch vorstellte, waren bis auf wenige Ausnahmen durchweg positiv. „Das ist aber eine trügerische Sicherheit. Wir wissen, die Zahlen werden sich ändern, wenn es zu mehr Lockerungen kommt. Das möchte ich vorausschicken“, gab der Landrat zu bedenken. Denn die Rückgänge seien pandemiebedingt und sie würden sich nicht in den Zahlen sonnen.

Besonders erfreulich zeigte Gericke sich über die Zahl der Verkehrstoten, die mit zehn Personen erneut auf einem niedrigen Stand liegen. 820 Verkehrsunfälle mit 1023 Personenschäden wurden gezählt. Das ist eine Abnahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen im Kreis von 9053 auf 7780. Das ist im dritten Jahr in Folge die niedrigste Quote seit mehr als 20 Jahren.

Zahl der Radfahrunfälle ist deutlich gesunken.

Auch die Zahl der Radfahrunfälle ist deutlich gesunken. 2020 gab es 329 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Im Vorjahr waren es noch 392. Allerdings gab es eine Steigerung von Unfällen mit Pedelecs. Da verzeichnet die Statistik mit 121 eine Steigerung von 14,2 Prozent.

Eine Abnahme von gar 70,6 Prozent gibt es bei der Zahl der auf dem Schulweg verunglückten Kinder. Sie sank von 17 auf 5. Allerdings waren auch viele Schüler im Homescooling. 217 der registrierten Verkehrsunfälle waren „Alleinunfälle“. Davon verunglückten in 57 Fällen Radfahrende ohne Beteiligung anderer. „Das ist sehr hoch. In der Regel sind die Fahrer abgelenkt“ so Andrea Mersch-Schneider, Abteilungsleiterin der Polizei.

Fazit: Unfallhäufigkeit liegt erheblich unter dem Landesdurchschnitt

Das Fazit lautet dennoch: Die Unfallhäufigkeit liegt erheblich unter dem Landesdurchschnitt und ist die Niedrigste im ganzen Münsterland. Auch im laufenden Jahr konzentriert die Polizei sich auf erkannte Schwerpunkte wie unter anderem Radfahrende.

Startseite
ANZEIGE