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Vor 40 Jahren zog der Kreis an der Waldenburger Straße ein

Umzug mit Privatauto und Kutsche

Kreis Warendorf

Vier Jahrzehnte steht das Kreishaus bereits in Warendorf. Eine feste Institution. Kaum zu glauben, wie beengt und dezentral der Kreis vor 1982 aufgestellt war und vor allem auch, wie Umzug und Einzug abliefen.

Von und

Umzug mit Pferdekutsche .. ins Kreishaus Warendorf. Foto: KreisWAF

Vor 40 Jahren, im Sommer 1982, bezogen die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Warendorf das neu errichtete Kreishaus an der Waldenburger Straße in Warendorf. Dabei mussten allein rund 87 Tonnen Aktenordner in das neue Domizil transportiert werden.

Alle packten mit an

Fun Fact: Der Umzug von Büroeinrichtungen und Akten aus den Dienststellen in Ahlen, Beckum, Liesborn, Oelde und Warendorf geschah mit tatkräftiger Unterstützung der Verwaltungsbeschäftigten selbst und zum Teil unter Einsatz privater Autos. Auch eine Pferdekutsche kam zum Einsatz.

Umzug mit Pferdekutsche .. ins Kreishaus Warendorf. Foto: Kreis Warendorf

Doch wieso war der Neubau des modernen Verwaltungsgebäudes eigentlich überhaupt notwendig geworden? Erst im Januar 1975 war der Kreis Warendorf in seiner heutigen Form aus den Kreisen Beckum und Warendorf sowie Teilen der früheren Kreise Münster und Lüdinghausen gebildet worden.

Bürosituation vor dem Umzug Foto: Kreis Warendorf

Die neue Kreisverwaltung vereinigte im Januar 1975 die Kreisverwaltungen Beckum (496 Beschäftigte) und Warendorf (238 Bedienstete) sowie Teile der Verwaltungen aus Münster und Lüdinghausen. Insgesamt waren im Jahr der Kreisgründung 774 Mitarbeiter in der Kreisverwaltung tätig.

Baustelle Kreishaus Warendorf Foto: Kreis Warendorf

Im neuen Kreisgebiet stand laut Kreis-Mitteilung aber kein Gebäude zur Verfügung, das als zentraler Sitz der Kreisverwaltung hätte dienen können. Stattdessen verteilte sich die Gesamtverwaltung im Wesentlichen auf Standorte in zwei rund 30 Kilometer voneinander entfernten Städten, eben Beckum und Warendorf.

Die einzelnen Verwaltungseinheiten des neuen Kreises waren in insgesamt 19 unterschiedlichen Gebäuden in Ahlen, Beckum, Liesborn, Oelde und Warendorf untergebracht. Dies führte zu erheblichen organisatorischen Problemen und war insbesondere für die Bürger von großem Nachteil.

Enge und Dezentralität

Die räumliche Situation war in den dezentralen Standorten der Kreisverwaltung zudem vielfach beengt und entsprach nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Verwaltung. Das hing auch damit zusammen, dass die Aufgaben der Kreisverwaltungen mit der Zeit zugenommen hatten.

Der Einzug fand auch mit dem damaligen langjährigen Pressesprecher Norbert Kampelmann (Mitte) statt.. Foto: Kreis Warendorf

Daher wurde bereits im Herbst 1975 mit der Planung eines neuen Kreishauses begonnen. Im Rahmen des 1977 durchgeführten Architektenwettbewerbs „Neues Kreishaus“ wurden 43 Entwürfe eingereicht. Am 22. Dezember 1977 entschied der Kreistag, die Sieger des Wettbewerbs, die Architektengemeinschaft Wilhelm Kiküm und Reiner Brechler, mit der Planung des Kreishauses zu beauftragen.

Richtfest Kreishaus Foto: Kreis Warendorf

Bereits im Spätherbst 1978 konnte mit den ersten Arbeiten begonnen werden. Am 2. Oktober 1980 konnte bereits das Richtfest für das Kreisverwaltungs- und das Polizeidienstgebäude gefeiert werden.

Zehntausend Menschen am zweiten Tag

Am 1. Oktober 1982 erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Verwaltungssitzes, der nun den Großteil der Dienststellen der Kreisverwaltung beherbergte. Der Bau kostete rund 61 Millionen DM. Am Tag darauf besuchten mehr als 10 000 Menschen erstmals das neue Kreishaus. Es bietet bis heute optimale Bedingungen für eine moderne bürgernahe Verwaltung.

Das Kreishaus, fotografiert Mitte Juli 2022 Foto: Peter Sauer
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