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Sparkasse Münsterland Ost legt Bilanz für Geschäftsjahr 2019 vor

Unterm Strich ein solides Ergebnis

Kreis Warendorf

„Mitten in diesem Ausnahmezustand fällt der Blick in den Rückspiegel schwer, weil die aktuelle Lage alles Bisherige in den Schatten stellt. Das solide Ergebnis aus dem vergangenen Jahr leistet jetzt seinen Beitrag dazu, dass wir unsere Kunden in diesen schweren Zeiten bestmöglich unterstützen können“, so das Fazit des Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Markus Schabel mit Blick auf das Geschäftsjahr 2019.

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Blickt alles in allem auf ein ordentliches Geschäftsjahr 2019 zurück – der Sparkassen-Vorstand mit (v.l.) Klaus Richter, dem Vorsitzenden Markus Schabel, Roland Klein und Peter Scholz. Foto: Sparkasse Münsterland Ost

Die Bilanzsumme des Instituts stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Bei einem Kundengeschäftsvolumen von 17,0 Milliarden (Vorjahr: 16,1 Milliarden) lag das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 1,01 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme bzw. 98,8 Millionen Euro zwar unter dem Vorjahreswert (1,15 Prozent bzw. 107,8 Millionen), aber erneut über dem Durchschnitt der Sparkassen in Westfalen-Lippe (0,87 Prozent) und der Sparkassen bundesweit (0,76 Prozent).

Die Belastungen aus der anhaltenden Niedrigzinsphase zeigten sich laut Sparkasse vor allem in der Haupteinnahmequelle des Instituts, dem Zinsüberschuss. Dieser ging 2019 um 7,1 Prozent auf 168,2 Millionen Euro zurück (Vorjahreswert: 181,0 Millionen). Durch Kosteneinsparungen und einen um 3,4 Millionen Euro (5,4 Prozent) gestiegenen Provisionsüberschuss konnte dieser Rückgang teilweise abgefedert werden. Insgesamt aber stieg die Cost-Income-Ratio, die das Verhältnis von Aufwand und Ertrag beschreibt, um 2,0 Prozentpunkte: So musste das Kreditinstitut im vergangenen Jahr rechnerisch 58,2 Cent (Vorjahr: 56,2 Cent) aufwenden, um einen Euro zu erwirtschaften. Unter dem Strich erzielte die Sparkasse einen Jahresüberschuss von 17,1 Millionen Euro (Vorjahr: 18,0 Millionen).

Ungeachtet der seit Jahren kaum noch vorhandenen Zinsen blieben die Kunden in Münster und dem Kreis Warendorf im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem den klassischen Sparformen treu – mit steigender Tendenz: 2019 setzte sich der Trend fort, dass Kunden der Sparkasse immer mehr Geld anvertrauen. Der Bestand an Kundeneinlagen stieg um 3,7 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. „Eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits freuen wir uns natürlich über das Vertrauen der Kunden in die Sparkasse. Andererseits landete viel Erspartes auf unproduktiven Liquiditäts- oder Girokonten. Die Gelder hier verlieren inflationsbedingt zwangsläufig schleichend an Wert“, betont Markus Schabel.

Dagegen legte der DAX im Verlauf des Jahres 2019 rund 25 Prozent zu und die Sparkasse verzeichnete einen Zuwachs im Wertpapiergeschäft von 15,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts der Corona-bedingten Kursverluste in diesem Jahr seien die Kunden besonnen geblieben.

„Unsere Wertpapier-Sparer wissen: An der Börse braucht man einen längeren Atem, denn hier geht es um die mittel- bis langfristigen Perspektiven. Aktienmarkteinbrüche waren bisher immer ein vorübergehendes Ereignis.“

Mit Blick auf die Kunden-Kreditbestände verbuchte die Sparkasse ein Wachstum von 3,5 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,0 Milliarden) verbuchen. Dabei ist vor allem die Nachfrage nach privaten Wohnungsbaukrediten ungebrochen hoch. Trotz weiterhin hoher Baukosten und eines knappen Angebots für Wohnimmobilien stieg der Bestand an privaten Immobilienkrediten um 4,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Insgesamt habe sich die Sparkasse auch 2019 als stabil erwiesen, fasst Markus Schabel das Geschäftsjahr zusammen. Mit einer Gesamtkapitalquote von 19,1 Prozent (Vorjahr: 19,3 Prozent) liege sie oberhalb der Kapitalanforderungen von 12,0 Prozent, was als ein Indikator für den Zustand von Kreditinstituten gilt. „Von dieser Stärke profitierte auch 2019 die gesamte Region“, ist Schabel überzeugt.

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