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Berufskolleg Ahlen führt auch PCR-Tests durch

Video erklärt Schülern Selbsttestung

Ahlen

Ein Video als Anleitung für den Selbsttest: Davon profitiert nicht nur die Schülerschaft des Berufskollegs Ahlen.

Angelika Knöpker

Die angehenden Einzelhändler hören aufmerksam zu und verfolgen das Video zur Anleitung. Foto: Angelika Knöpker

Für die angehenden Einzelhändlerinnen und -händler der Klasse EM2 stand die Durchführung eines Corona-Schnelltests auf dem Stundenplan. Das Berufskolleg des Kreises Warendorf / Europaschule konnte jetzt auf 1000 Sets zurückgreifen, die das Land NRW zur Verfügung gestellt hatte.

Die Schulleitung und ein vierköpfiges Kollegen-Team aus Rettungssanitätern und Ärzten (Infektionsschutzbeauftragte) hatte die Aktion generalstabsmäßig vorbereitet und organisiert. „Entgegen anderen Schulen melden wir positive Ergebnisse direkt an das Gesundheitsamt und können aufgrund der fachlichen Qualifikation sogar den PCR-Test direkt durchführen“, sagt Sebastian Sydow. Der Studienrat hat als Anleitung für die Selbsttestung sogar ein Video gedreht, das derzeit auf dem Youtube-Kanal im Internet für Furore und Zuspruch sorgt. Innerhalb einer Woche gab es bereits 12 000 Klicks.

Großes Resonanz im Netz

„Wir sind von vielen anderen Schulen angesprochen worden, ob sie das anschauliche Material auch verwenden dürfen“, freut sich der Rettungssanitäter über die große Resonanz im Netz.

Stolz ist Schulleiter Ingo Weißenborn, dass es bisher keine schulinternen Corona-Infektionen gegeben hat. Das hat einen guten Grund. „Unser umfangreiches Hygienekonzept und weitere Maßnahmen sind sehr ausgeklügelt“, sagt sein Stellvertreter Thomas Sandkuhle. Der Oberstudiendirektor nennt neben Abstandhalten und Maskenpflicht die Desinfektionsspender in jedem der 52 Räume, die Reduzierung der Klassenstärke auf zwölf Schüler mit festen Plätzen an Einzeltischen, Präsenz- und Distanzunterricht im täglichen Wechsel, das regelmäßige Lüften, die Aufteilung des Schulgeländes in Sektionen mit getrennten Pausenbereichen und vieles mehr.

Auf Prophylaxe gesetzt

Wichtig ist den Pädagogen auch die Aufklärung über das Virus, zum Beispiel über Symptome als ersten Verdacht. „Wir gehen kein Risiko ein und setzen auf Prophylaxe“, schildert Thomas Sandkuhle das Konzept. „Über Kommunikation schaffen wir ein Bewusstsein bei Lehrerkollegium und Schülern.“ Schüler, die sich abends mit Symptomen bei ihm melden, sind angehalten, den Hausarzt aufzusuchen und auf keinen Fall zur Schule zu kommen. Der Erfolg gibt ihm Recht. „Keiner der in dieser Woche getesteten Schüler war auffällig.“

Weitere 900 Probe-Sets sind rechtzeitig vor Ferienbeginn angekommen und sollen nach der Osterpause verteilt werden. „Unser Wunsch ist es, weiter flächendeckend testen zu können“, sagt Sandkuhle.

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