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Plattdeutscher Nachmittag

Vom „dicken Kopp“ und anderen Dingen

Ostbevern

Bevor Corona dem Heimatverein wieder einen Strich durch die Rechnung macht, wollten die Verantwortlichen dem zuvorkommen: Anstelle des beliebten plattdeutschen Abends gab es nun einen verfrühten und dennoch sehr unterhaltsamen plattdeutschen Nachmittag.

-rei-

Gerda Keuper, Hildegard Wegmann, Anni Preckel, Hermann Kövener und Albert Laubrock (v.l.) unterhielten das Publikum des plattdeutschen Nachmittags. Foto: Anne Reinker

Auf zwei Wintersaisons mit den plattdeutschen Abenden musste der Heimatverein corona-bedingt verzichten. Mit einem Nachmittag, bei dem die heimische Mundart ebenso im Mittelpunkt steht, wollten die Verantwortlichen am Mittwoch wieder langsam starten. Zumal sie sich nicht sicher sind, ob derartige Veranstaltungen im kommenden Winter erlaubt sein werden.

„Der Gedanke war da, dass der Verein besser nicht so lange wartet“, sagte Alfred Stiller. „Wir müssen ja fast damit rechnen, dass uns Corona wieder dazwischen kommt.“

Als lockeres Beisammensein war der Nachmittag geplant. Dafür hatten sich vorab Angelika Schulze Hagen, Klaus Brandes, Albert Pries und Hermann Kövener entschieden, die das Treffen im Heimathaus organisierten. Somit gab es kein festes Programm, die Akteure hatten trotzdem einiges auf Lager.

Vereinsvorsitzender Franz-Josef Elberich fand dies gut: „Wir wollen nicht nur herumsitzen, sondern einen lockeren Austausch haben.“ Dieser fand zwischenzeitlich auch mal draußen statt. Und vermutlich durch die veränderte Zeit im Vergleich zum plattdeutschen Abend, den man aber für die kommende Wintersaison wieder plant, waren auch einige neue Gesichter zu sehen.

Plattdeutsche Brauchtumslieder

Einige Mitglieder der Biäwersänger sowie Werner Kövener starteten mit Gesang und instrumentaler Begleitung und sorgten damit schon für Stimmung. Vor allem plattdeutsche Brauchtumslieder hielt Werner Kövener parat und ließ die Gäste mitsingen.

Gerda Käuper, Hildegard Wegmann, Anni Preckel, Hermann Kövener und Albert Laubrock hatten vorab plattdeutsche Bücher gewälzt und ein buntes Sortiment an Geschichten und Erzählungen zusammengestellt. Für jeden war etwas dabei, Humoriges und ernste Themen wechselten sich ab. So lasen die Heimatfreunde beispielsweise über Alkoholvergnügungen und dem „dicken Kopp“ danach wie auch über das Wetter, dass eh mache wie es will, so Kövener. Aber auch über die aktuellen Themen, die die Welt bewegen, wurde gesprochen. „Schläfst du Gott“, las Anni Preckel. „Pass auf dein Werk hier auf“, so war unter anderem von ihr in diesem Textbeitrag zu hören. Natürlich wurden alle Erzählungen in Plattdeutsch vorgetragen.

Die nächste Veranstaltung des Heimatvereins findet schon bald statt: der Schnadgang am 3. Oktober. Dieses Jahr wird die Grenze zwischen Brock und Schmedehausen begangen.

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