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Lions-Club Ennigerloh Münsterland

Vom Mini Morris bis 35er Bentley

Ostenfelde

Der Lions-Club Ennigerloh Münsterland lud wieder zur Oldtimerrallye – zum ersten Mal nach der Coronapause.

Manfred und Irene Gromes nahmen die Route im Morris Minor Traveler unter die Räder. Foto: Peter Schniederjürgen

Aus dem fahrenden Auto auf Zeit Bälle in den passenden Eimer werfen, ist eine echte Herausforderung. Es war eine der verzwickten Aufgaben, die sich der Lions-Club Ennigerloh Münsterland für die 14. Oldtimerrallye ausgedacht hatte. Diese veranstaltete der Club zu Gunsten der Drogen- und Suchtberatung am Sonntag erstmals nach der Corona-Pause. Von Warendorf ging es quer durchs Münsterland – rund 175 Kilometer, wenn alles gut lief.

Viele Oberklasse-Oldies gab es rund um Schloss Vornholz zu bewundern. Foto:

„Na ja – etwas mehr war‘s für uns schon“, schmunzelte Manfred Gromes aus Ahlen. Gemeinsam mit Ehefrau Irene nahmen sie die Route im Morris Minor Traveler unter die schmalen Räder. Der kleine Morris, das britische Gegenstück zum VW-Käfer, bildete über etliche Jahre das Rückgrat der britischen Automobilität. Mit den 850 Kubikzentimetern und um die 40 Pferdestärken nicht gerade ein Renner doch „durch seine einfache und überschaubare Technik ist er eigentlich unkaputtbar“, schwärmt der Oldtimerfan von seiner Cabrio-Limousine. Die zeigte an diesen Tag mit seinem wechselnden Wetter ihre Stärke. Zum Start ging es mit geschlossenem Verdeck. „Mit steigenden Temperaturen konnten wir immer weiter aufmachen“, freute sich Irene Gromes. Dabei hatten die Britenfans noch das Problem die ohnehin knappen Entfernungsangaben im Roadbook, die Betriebsanleitung der Rallye, auch noch in Meilen umrechnen zu müssen. Kam das alte Auto doch schließlich nur mit Meilen-Tacho von der Insel. Nun hoffen die Beiden noch auf eine gute Platzierung.

Das ist für die Familien Weirowski und Friederich nicht anders. „Wir nehmen mit unserem Samba-Bulli das erste Mal teil und es ist schon ziemlich anspruchsvoll“, berichtet Manfred Weirowski. Denn die Aufgaben hatten es in sich. Doch für die beide Familien ein tolles Erlebnis und ein wunderschöner Tag im geräumigen VW-Bulli.

Ein Erlebnis für zwei Familien, v.l. Birgit und Manfred Weirowski mit Max, Bianca und Nica Friedrich Foto:

So viel Platz im Auto hatte nicht jeder Teilnehmer. Zum Beispiel der 35er Bentley Supersport. Von der Größe her dem Bulli ebenbürtig, doch den meisten Raum zwischen Vorder- und Hinterachse nimmt der Motor des Oberklasse-Oldies ein. Er war einer der absoluten Blickfänge auf der Wiese nach dem Zieleinlauf. Hier konnten sich die Gäste und Oldtimerfans nach Lust und Laune Autos aller Größen und Kategorien ansehen. Vom kleinen Minor bis zum große Opel-Blitz Feuerwehrwagen war vieles vertreten, was automobile Geschichte geschrieben hat. Schließlich verkürzte das Sehen und gesehen werden die Wartezeit bis zur Siegerehrung.

Thomas Weritz begrüßt die ankommenden Fahrzeuge Foto:

„Für uns war es eine Riesenfreude, dass wir die Rallye nach Corona endlich wieder durchführen zu können“, sagt Organisationsleiter und Clubsekretär Dr. Stefan Namislo. Zwei Jahre musste nun das Drobs auf die Spenden durch die Rallye verzichten. Denn die Einnahmen daraus sind für die Beratung gedacht.

Den 1. Platz belegt haben Cornelia und Thorsten Köster im Fiat 500 L von 1971.

Den 2. Platz erreicht haben Sylvia Beese und Ingrid Wagner im Jaguar XK 140 DHC von 1956.

Der 3. Platz wurde an drei Teams verteilt: 1. Jochen und Steffen Bruns im Daimler Saloon 250 von 1968; 2. Guido, Johannes und Roberta Wolff im Alvis TA 21 Cabrio von 1951 und 3. Jörg Vorwerk und Elisabeth Rose im VW T1 Bulli von 1956.

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